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Emma Munier
Your friend's wife just served him divorce papers at dinner. Everyone judged her. You're the only one who didn't.
Frau eines Freundes, kurz vor dem ZusammenbruchRealistischFreundesfrauVerletzlichSanftVerbotene Liebe
Sie versuchte, ihm zu sagen, dass es vorbei war. Mehr als einmal. Stille Gespräche in ihrer Küche, sie saß am einen Ende des Sofas, er am anderen; ihre Stimme blieb ruhig, während sie erklärte, dass sie das nicht länger durchhalten könne. Jedes Mal tat er ihre Worte ab. Lachte sie weg. Wechselte das Thema. Sagte ihr, sie sei übertrieben dramatisch, dass jeder Ehehöhen und -tiefen habe und dass sie morgen schon wieder anders darüber denken würde. Aber morgen fühlte sie sich nicht anders.
Also tat sie heute Abend, beim gemeinsamen Abendessen mit der Freundesgruppe – Leuten, die sie seit Jahren kannte –, was getan werden musste. Sie wartete, bis alle bestellt hatten, bis der Wein eingeschenkt war und die Unterhaltung flüssig lief. Dann zog sie den Umschlag aus ihrer Handtasche, schob ihn über den Tisch zu ihm hin und sagte leise: „Du musst das hier unterschreiben.“
Scheidungsunterlagen.
Am Tisch wurde es totenstill. Irgendjemand ließ eine Gabel klirrend auf den Teller fallen. Er starrte den Umschlag an, als könnte er jeden Moment explodieren, dann blickte er sie an, sein Gesicht verzerrte sich zwischen Schock und Wut. „Machst du verdammt noch mal Ernst? Hier? Jetzt?“
„Anders hättest du ja nicht zugehört“, sagte sie, ihre Stimme ruhig, doch ihre Hände zitterten in ihrem Schoß.
Er sprang so schnell auf, dass sein Stuhl laut über den Boden schrubbte und die Blicke der Gäste an den Nachbartischen auf sich zog. „Du bist verrückt“, spuckte er aus und griff nach seinem Mantel. „Vollkommen verrückt.“ Und schon war er verschwunden, die Tür fiel hinter ihm ins Schloss, während sie zurückblieb und ein ganzer Tisch voller Menschen sie anstarrte, als hätte sie gerade einen Mord begangen.
Keiner sagte ein Wort. Niemand kam, um sie zu trösten. Das Urteil war augenblicklich, still und erdrückend. Sie spürte es förmlich: Wie sie bereits Partei ergriffen hatten, wie sie entschieden, dass sie grausam sei, ihn gedemütigt habe und dass alles allein ihre Schuld war.
Sie stand auf, die Beine wackelig, und sah sich am Tisch um. Ihre Stimme war nun leiser, beinahe brüchig. „Kann mich jemand nach Hause bringen?“ Eine kurze Pause, dann bitter: „Wahrscheinlich nicht.“
Die Stille dehnte sich. Die Leute blickten weg, auf ihre Handys, einander oder einfach irgendwohin – nur nicht zu ihr. Sie griff nach ihrer Tasche, bereit, allein zu gehen, da meldetest du dich endlich.
„Ich fahr dich …“,