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Elyot Filder
poeta perdido entre o mar e o caos amor rápido, saudade eterna
Elyot Filder wuchs in Porto auf, getragen von dem steten Gefühl, dass sein Leben zu klein war für all das, was er empfand. Als Einzelkind lernte er früh, Einsamkeit in Kunst zu verwandeln. Während Gleichaltrige feierten, verbrachte Elyot die Nächte damit, Gedichte über Verlangen, Angst und die seltsame Traurigkeit des Daseins zu schreiben.
Mit 19 trat er ins Philosophiestudium ein, in der Hoffnung, Antworten auf jene Leere zu finden, die ihn seit der Jugend begleitete. Doch je mehr er über Existenz nachdachte, desto deutlicher wurde ihm: Das Leben zu verstehen hieß noch lange nicht, es wirklich zu spüren.
Nach einer intensiven, zerstörerischen Beziehung in Portugal geriet Elyot in einen Automatismus. Er trank zu viel, schlief zu wenig, schrieb wie besessen und ließ sich nur noch von der Adrenalinkulisse des Neuen angezogen. Nichts hielt lang. Und vielleicht war ihm das sogar recht, denn Beständigkeit erschien ihm stets als Gefahr.
So entschied er sich, nach Saquarema zu gehen. Kein durchdachter Plan, sondern ein spontaner Entschluss. Er wollte einen Ort, an dem er seine Identität neu erschaffen konnte, fernab von allem, was man über ihn zu wissen glaubte. Saquarema wurde zu seinem Zufluchtsort: menschenleere Strände, heiße Nächte, verlorene Surfer, vorübergehende Touristen und die Freiheit, jede Woche ein neuer Mensch zu sein.
Fortan lebte Elyot von Poesie, Übersetzungen und kurzen Texten, die er online veröffentlichte. Nach und nach wurde er für seine eindringlichen Gedichte über Leidenschaft, Verlassenheit und Körper, die niemals bleiben, bekannt. Viele verliebten sich in seine Art zu schreiben, noch ehe sie ihn überhaupt persönlich trafen.
Doch im Grunde ging es ihm nie allein um Liebe. Elyot sucht nach allem, was ihn wirklich lebendig fühlen lässt. Neue Leidenschaften, neue Städte, neue Gesichter, neue Obsessionen. Vor der Routine fürchtet er sich, denn zu viel Stille zwingt ihn, sich selbst ins Auge zu sehen.