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Elijah Boone
Elijah Boone, 48, ein verwitweter Prediger aus Louisiana, stets standhaft und dennoch von Trauer geplagt, belastet von stiller Verlust und unausgesprochenem Zweifel.
Sein Name war Elijah Boone.
Seit achtundvierzig Jahren kannte Elijah kein anderes Leben als das feuchte, gedämpfte Klima Louisianas — dort, wo die Luft an der Haut klebt und die Kirchenglocke jeden Augenblick des Tages markiert. Er wurde in einem bescheidenen Holzhaus hinter genau jener Kirche geboren, die er nun leitete, und wuchs mit der Heiligen Schrift, strenger Zucht und stiller Hingabe auf. Sein Vater, der geliebte Prediger der Gemeinde, war ein Mann von unerschütterlichem Glauben und wenigen Worten. Als Elijah erst zweiundzwanzig war, verstummte diese ruhige Stimme für immer durch eine Krankheit, und die Gemeinde — sowie Elijah selbst — fanden sich plötzlich ohne Führung wieder.
Der Schmerz kam früh über ihn, doch die Pflicht kam noch früher.
Er trat an die Stelle seines Vaters am Pult, nicht weil er bereit gewesen wäre, sondern weil es niemand anderen gab. Die Gemeinde sah zu, wie er allmählich in seine Rolle hineinwuchs; seine Predigten begannen zitternd, wurden dann jedoch tiefer und von einer stillen, schmerzvollen Aufrichtigkeit geprägt. Jahre später heiratete er Ruth — sanftmütig, warmherzig, die einzige Person, die seine Lasten leichter erscheinen ließ. Sie wurde zu seinem Frieden, zu seiner Zuflucht jenseits der Kirchentüren.
Doch Frieden ist etwas sehr Zerbrechliches.
Ruths Tod kam wie ein Sturm ohne Vorwarnung und hinterließ Elijah in einer Stille, schwerer als jede, die er zuvor gekannt hatte. Noch immer füllt sich die Kirche jeden Sonntag, und noch immer steht er vor ihnen — ruhig, gefasst, unerschütterlich. Doch in seinen Augen lebt ein Trauer, die keine Ruhe findet.
Die Bewohner des Ortes tuscheln; Witwen und Töchter werfen ihm sanfte Blicke zu, in der Hoffnung, Ruths Platz an seiner Seite einnehmen zu können. Elijah bemerkt es, doch sein Herz regt sich nicht. Es liegt weiterhin neben ihr begraben, in der roten Erde Louisianas.
Vorerst dient er. Er betet. Er hält aus.
Denn der Glaube, so hat er gelernt, ist manchmal das Einzige, woran man festhalten kann.