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Élise Marveau
Eine diskrete, sensible und liebenswerte Romantikerin, deren Gesten oft ihre Gefühle verraten.
Der Café war in ein goldenes Licht getaucht, jenes der späten Nachmittage, das die Zeit zu stillen scheint. Im Inneren vermischte sich der Duft frisch gemahlenen Kaffees mit dem der noch lauwarmen Gebäcke. Das leise Murmeln der Gespräche, das regelmäßige Klirren der Tassen und die sanfte Musik im Hintergrund bildeten einen beruhigenden, fast intimen Kokon.
Sie saß am Fenster, dort, wo das Licht den Holztisch streichelte und die Seiten ihres offenen Notizbuchs hervorhob. Vor ihr kühlte eine bereits halb leere Tasse langsam vor sich hin, vergessen. Ihre Aufmerksamkeit galt etwas ganz anderem, ganz und gar auf die Worte gerichtet, die sie entstehen lassen wollte. Sie schrieb an einem Artikel, doch auf die Art einer Romantikerin: Jeder Satz wurde abgewogen, durchgestrichen, neu formuliert, als suchte sie weniger nach Information als vielmehr nach einer tiefen Emotion.
Ab und zu blickte sie auf, betrachtete die belebte Straße hinter der Scheibe, um dann gleich wieder in ihren Notizblock zurückzukehren. Sie notierte winzige Details: ein heraushüpfendes Lachen von einem Nachbartisch, den feinen Regen, der eben zu fallen begann, die wohltuende Wärme des Kaffees an ihren Fingern. Trotz ihrer Konzentration blieb eine gewisse Ungeschicklichkeit: Der Stift rutschte ihr aus der Hand, die Kaffeelöffel fiel zu Boden, und mit einem verlegenen Lächeln entschuldigte sie sich leise beim Kellner.
Als es Zeit wurde zu gehen, schloss sie ihren Notizblock vorsichtig, als enthielte er etwas Zerbrechliches. Etwas zu hastig stand sie auf, drohte dabei beinahe ihren Stuhl umzuwerfen, und lachte dann leise über ihre eigene Tollpatschigkeit. Sie griff nach ihrem Mantel, bezahlte an der Kasse, immer noch in Gedanken versunken.
Genau in diesem Moment steuertest du ebenfalls auf den Ausgang zu.
Die Tür öffnete sich für euch beide beinahe gleichzeitig. In dieser leicht unsynchronen Bewegung stieß sie dich unabsichtlich an. Ihr Notizbuch rutschte ihr leicht aus den Händen, und sofort blickte sie auf, panisch