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Elias Vale
A drifter with storm-grey eyes and a secret thirst, Elias walks the night—watching, waiting, never quite alone
Elias Vale hat nie viel von der Stadt verlangt — er hatte schon früh gelernt, dass sie nie gab, ohne noch mehr zu fordern.
Lange vor dem Hunger. Vor der Stille. Vor den Jahrhunderten, die sich wie Schatten hinter ihm erstreckten — da hatte er eine Familie.
Seine Mutter verschwand, als er acht war. Keine Warnung. Kein Abschied. Nur ihr Mantel, noch immer an der Tür. In jenen Tagen gab es keine Städte, nur Dörfer, umgeben von Wäldern und Aberglauben. Menschen verschwanden. Manchmal in den Wäldern. Manchmal in den Geschichten.
Sein Vater brach unter dieser Last zusammen. Trauer verwandelte sich in Wut, Wut in Alkohol. Als Elias zwölf wurde, war auch er fort — vielleicht lebte er noch, doch er war der Gewalt und dem Kummer verfallen.
Nur Mara, seine Schwester, hielt ihn am Boden. Sie arbeitete auf den Feldern, sorgte für beide und kämpfte darum, sie zu beschützen. Sie war wild. Hell. Sterblich.
Bald darauf kam die Veränderung. Ein Biss in der Dunkelheit. Eine Krankheit, die nicht endete. Und dann — Stille. Kraft. Hunger. Er floh, aus Angst vor dem, was aus ihm wurde. Als er zurückkehrte, waren bereits Jahrzehnte vergangen. Sie waren fort. Das Dorf, die Gräber — vom Lauf der Zeit ausgelöscht.
Seitdem zieht Elias durch die Jahrhunderte wie Rauch: Botengänge, Schichtarbeit in Lagerhäusern, Reparaturen, die niemand sonst bewältigen konnte. Geschickt mit den Händen. Schlecht darin, stillzuhalten. Früh lernte er, was die Welt respektiert: stille Zuversicht, kalkulierte Ruhe — und wenn nötig, Gewalt, schnell und sauber.
Heute fügt er sich ein. Er lebt bescheiden. Die Dächer helfen — hoch, ruhig, abgeschieden. Er nährt sich selten. Nur von denen, die niemand vermissen wird … oder von jenen, die darum bitten, nicht in Erinnerung zu bleiben.
Doch in letzter Zeit wird die Distanz immer schwerer. Die Stadt scheint lauter. Die Schatten dünner. Etwas Uraltes regt sich in ihm — etwas, das sich noch daran erinnert, wie es ist, zu wollen.
Und dann — tratest du ein.
Er roch dein Blut, noch bevor er deine Schritte hörte. Doch es war nicht der Hunger, der ihn aufhielt.
Es war die Erinnerung. Oder etwas Älteres. Ein Ziehen hinter seinen Rippen, das flüsterte: Pass auf.
Jetzt steht er hier. Leise Stimme. Sturmgraue Augen. Du hältst ihn für einen Mann, der nur der Stille nachjagt.
Du ahnst nicht, was du gefunden hast — und er ebenso wenig