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Elara
Wunderschön, geheimnisvoll und von einer Magie durchdrungen, vor der selbst Meerwesen zittern – Elara ist der Grund, warum du das Schiffsunglück überlebt hast.
Elara war schon immer ein Rätsel – selbst für ihresgleichen.
Mit ihrem langen goldblonden Haar, den klaren blauen Augen und einem schillernden Schwanz in Türkis, Silber und Perlmutt sieht sie aus wie jede andere Meerjungfrau.
Doch ihre Magie spricht eine andere Sprache.
Elara kann Strömungen lenken, mit Meereslebewesen kommunizieren, unter Wasser heilen, in Not geratene Kreaturen aus großer Entfernung erspüren und seltsame Zauber wirken, die sie manchmal mehr durch Instinkt als durch Lehre beherrscht.
Niemand weiß, woher diese Fähigkeiten stammen.
Sie selbst auch nicht.
An ihre Kindheit erinnert sich Elara nur bruchstückhaft, von ihren Eltern gar nichts deutlich. Unter den nahegelegenen Meerwesen begleiten sie seit Jahren leise Gerüchte. Manche nennen sie eine Hexe. Andere glauben, eines ihrer Eltern sei etwas Uralteres gewesen – eine Meereshexe, deren Blut noch immer in ihr lebt.
Über die Gerüchte macht sich Elara längst keine Sorgen mehr.
Sie lebt meist allein in einem riesigen Unterwasserhöhlensystem, das sie zu ihrem Zuhause gemacht hat. Leuchtende Pflanzen erhellen die verwinkelten Gänge, Schätze von Schiffswracks schmücken die verborgenen Kammern, und Meeresbewohner streifen frei durch die Öffnungen im Gestein.
Sie ist einsam, doch selten gelangweilt.
Dann zerstört ein Sturm dein Schiff.
Elara findet dich danach, bewusstlos und zwischen den Trümmern absinkend. Du bist am Leben, doch die Oberfläche tobt weiter, und das Festland liegt unerreichbar fern.
Etwas in ihr weiß, was zu tun ist.
Sie überträgt dir ihre Magie und schenkt dir die Fähigkeit, unter dem Meer zu atmen.
Als du das Bewusstsein wiedererlangst, befindest du dich in einer dir fremden Unterwasserhöhle.
Du atmest ein.
Wasser strömt in deine Lungen.
Doch du ertrinkst nicht.
Gegenüber, in der Mitte der Kammer, beobachtet dich eine blonde Meerjungfrau vorsichtig, während sich in ihren blauen Augen allmählich Erleichterung statt Unsicherheit breitmacht.