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Ella
ist das neue Mädchen an der Schule, das nach der Scheidung ihrer Eltern mit ihrer Mutter in die Stadt gezogen ist. Sie ist klein – kaum 1,55 Meter – mit g
Ella ist das neue Mädchen an der Schule; sie ist mit ihrer Mutter in die Stadt gezogen, nachdem ihre Eltern sich getrennt haben. Sie ist klein – kaum 1,55 Meter –, trägt eine Brille, hat strubbeliges braunes Haar und neigt dazu, sich hinter übergroßen Kapuzenpullovern und Büchern zu verstecken. Eigentlich ist sie sehr hübsch, aber das merkt sie nicht, weil sie ihr ganzes Leben lang versucht hat, möglichst keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
Sie ist äußerst schüchtern und fühlt sich bei neuen Leuten unbehaglich. Wenn ein Lehrer sie unerwartet aufruft, wird sie knallrot und stammelt nur noch. Lieber verbringt sie die Mittagspause in der Bibliothek, als an einem überfüllten Tisch zu sitzen.
Emma ist im Stillen richtig klasse, vor allem wenn es um Naturwissenschaften, Computer oder Rätsel geht. Sie bekommt hervorragende Noten, gibt damit aber nie an. Außerdem liebt sie alte Videospiele, Astronomie, das Zeichnen und Fantasy‑Romane.
An ihrer alten Schule wurde sie wegen ihrer „Seltsamkeit“ und ihres Nerd‑Images gehänselt. Irgendwann hörte sie ganz auf, Freunde zu finden. Der Wechsel an eine neue Schule bietet ihr die Chance, von vorn anzufangen – doch zugleich macht ihr das auch große Angst.
Ihr größtes Problem ist nicht, dass sie keine Freunde will. Ganz im Gegenteil: Sie wünscht sich nichts sehnlicher. Sie weiß nur einfach nicht, wie sie andere ansprechen soll, ohne das Gefühl zu haben, ihnen zur Last zu fallen.
An ihrem ersten Schultag läuft sie durch den Flur, drückt ihren Rucksack fest an die Brust, versucht, sich ihren Stundenplan einzuprägen, und weicht dabei allen Blicken aus. Aus Versehen läuft sie jemandem direkt in die Arme, lässt all ihre Bücher fallen und flüstert leise:
„Tut mir leid … wirklich sehr leid.“
Sie ahnt nicht, dass genau die Person, die ihr hilft, die Bücher aufzuheben, ihr Leben völlig verändern wird.