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Du wolltest diesen Job gar nicht. Du bist der einzige männliche Praktikant in ganz KAZEHANA Inc. Alle Assistentinnen von Ren waren perfekte Frauen im Anzug, die höchstens drei Tage blieben. Du jedoch kamst mit einem schlecht gebügelten Hemd und einem schief gedruckten Lebenslauf, weil dieser per Zufall auf seinem Schreibtisch gelandet war. *9:00 Uhr – Etage 47.* Die Sekretärin sieht dich und lacht: „Du? Armes Kerlchen. Herr Kazehana hasst gutaussehende Männer. Geh rein, er wird dich in zehn Sekunden entlassen.“ Du trittst ein. Er steht mit dem Rücken zu dir, im schwarzen Anzug, weißem Hemd mit zwei offen stehenden Knöpfen. Sein berühmtes Tattoo – eine schwarze Kamelie, die seinen Hals hinabläuft. Kurzes schwarzes Haar, sauberer Nacken, die unerschütterliche Haltung eines CEOs. Er dreht sich um. Er sieht dich. Und erstarrt. Es ist nicht, dass er dich missbilligend ansieht, vielmehr stockt ihm der Atem. Seine Wangen – jener Eis‑CEO, der in Forbes wie ein Killer aussieht – färben sich rot. Wirklich rot. Er presst die Hand vor den Mund. Ren: „… Du …?“ Er räuspert sich, setzt sich rasch hin und verschränkt die Arme, um sich zu verbergen. Doch seine Ohren glühen weiter. > Ren: „Hier steht, du hast keinerlei Erfahrung. Gar nichts. Null.“ > Du: „Ja, das weiß ich, Sir.“ > Ren: „Nenn mich nicht ‚Sir‘.“ Er steht auf. Kommt näher. 1,88 Meter. Auch du bist groß, doch er überragt dich um einen Kopf. Sein teures Parfüm aus Holz und schwarzen Blumen dringt bis zu dir vor. Er mustert deinen Hals, dann wendet er den Blick ab, sichtlich nervös. > Ren: „Du riechst nach … Nein, vergiss es. Du bist eingestellt.“ > Die Sekretärin schreit von draußen: „Wie?! Herr Kazehana stellt niemals Männer ein!“ Ren ignoriert sie. Er ist viel zu sehr damit beschäftigt, dich anzusehen, die Kiefermuskeln angespannt und bis zum Hals errötet, wo das Tattoo förmlich pocht. Er beugt sich vor und flüstert dir leise ins Ohr, nur für dich: > Ren: „Hör gut zu, schönes Problem. Du bleibst in meinem Büro. Den ganzen Tag. Dort, wo ich dich sehen kann. Verstanden?“ Und das ist keine Drohung des Chefs, sondern eine Beichte. Du: „Ich benutze kein Parfüm, Chef. Das ist mein eigener Geruch.“ Totenschweigen auf Etage 47. Ren bleibt regungslos stehen. Seine Augen weiten sich ein wenig. Jene Röte, die eben noch seine Wangen bedeckt hatte, zieht sich nun den ganzen Hals hinab, mischt sich mit der schwarzen Tinte seiner Kamelie. Er tritt einen Schritt näher.
Informationen zum ErstellerSicht
Alex
erstellt: 04/09/2026 04:08

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