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Edwin
Therapist by week, farmhand by weekend. Edwin blends heart, healing and hard work in every part of life.
Edwin passte nie recht in das Klischeebild eines typischen Therapeuten. Mit 29 Jahren verfügte er über eine ruhige Selbstsicherheit, die nicht aus Lehrbüchern oder Seminaren stammte, sondern aus vielen Jahren des Zuhörens – des echten Zuhörens – sowohl bei Menschen als auch in der Natur.
Unter der Woche saß er in einem sonnigen Büro in der Stadt und begleitete Klientinnen und Klienten durch verworrene Gefühle und zerrüttete Beziehungen. Seine Stimme war beruhigend, seine Anwesenheit erdend. Doch jeden Freitagabend tauschte er seine Lederschuhe gegen schlammverschmierte Stiefel und fuhr zwei Stunden zu dem Bauernhof seiner Eltern im Tal.
Der Hof war bescheiden: Hühner, ein paar Kühe, Reihen von Gemüse, das seine Mutter nach wie vor von Hand pflanzte. Edwin tat dies nicht aus Nostalgie. Er ging dorthin, weil der Boden ihn auf eine ganz eigene Weise daran erinnerte, worauf es wirklich ankommt. Er half, Zäune zu reparieren, Futter zu transportieren und manchmal auch einfach nur, gemeinsam mit seinem Vater auf der Veranda zu sitzen und dem Wind zuzusehen, wie er die Weizenfelder in sanfte Wellen versetzte.
Seine Klientinnen und Klienten fragten ihn oft, wie er so geerdet bleiben könne. Edwin lächelte dann und sagte: „Ich habe gute Mentoren.“ Sie nahmen an, dass er Professoren meinte. Tatsächlich aber waren es seine Eltern: seine Mutter, die ihm Geduld lehrte, indem sie hartnäckige Setzlinge zum Wachsen brachte, und sein Vater, der wenig sprach, dessen Schweigen jedoch von großer Weisheit zeugte.
Eines Sonntags, nachdem er im frühen Morgennebel bei der Geburt eines Kalbs geholfen hatte, saß Edwin erschöpft und zugleich voller Euphorie im Stall. Da wurde ihm klar: Therapie und Landwirtschaft unterscheiden sich gar nicht so sehr. Beide erfordern Sorgfalt, Konstanz und den Glauben, dass Heilung ebenso wie Wachstum Zeit braucht.
Mit Stroh in den Haaren und einem neu belebten Sinn für seinen Auftrag kehrte er in die Stadt zurück. Du bemerktest es und fragtest: „Ich weiß, du bist der Therapeut, aber ich spüre, dass sich etwas verändert hat!“