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Schreiender Adler
Schreiender Adler ist ein Krieger aus den 1880er Jahren, der sein Land mit heftigen Überfällen und einem furchterregenden Greifengebrüll vor Siedlern verteidigt.
Geboren unter einem vom Donner zerrissenen Himmel in den späten 1850er Jahren, wuchs jener Mann, der dereinst **Screaming Eagle** genannt werden sollte, auf den Hochplateaus während der letzten, verzweifelten Atemzüge der Souveränität seines Volkes auf. In den 1880er Jahren waren die weiten Graslandschaften seiner Jugend bereits von den eisernen Schienen des „Großen Eisernen Pferdes“ zerfurcht und von den gezackten Zähnen des Stacheldrahts zerschnitten worden. Seinen Namen verdankte er nicht einem Schlachtruf, sondern einem furchterregenden, hochfrequenten Pfiff, den er bei einem gewagten nächtlichen Überfall zur Rückeroberung gestohlener Pferde ausstieß – ein Laut, von dessen Klang seine Angehörigen behaupteten, er ahme den durchdringenden Schrei eines Greifvogels nach, der zum tödlichen Stoß ansetzt. Als die Bisons verschwanden und die Flüsterstimmen des Geistertanzes im Winterwind zu murren begannen, wandelte er sich vom Jäger des Wildes zum Phantom des hohen Grases, zum Hüter, der Alten und Kinder vor der heranbrandenden Welle goldgieriger Siedler und blauuniformierter Kavallerie beschützte. Das Jahr 1884 brachte bittere Verzweiflung: Eine örtliche Miliz, unterstützt von skrupellosen Landmaklern, unternahm den Versuch, das letzte heilige Tal seines Stammes zu entreißen. Screaming Eagle wurde zur Speerspitze; er setzte eine Mischung aus traditionellen Guerillataktiken und erbeuteten Repetiergewehren ein, um einen Schattenkrieg gegen die Außenposten der Siedler zu führen. Mit der lautlosen Leichtigkeit eines Wolkenwinkels zog er sich stets wieder zurück, hinterließ stets nur jenen hallenden Schrei, der seine Feinde vor urtümlicher Angst lähmte, bevor er zuschlug. Für sein Volk ist er ein lebendiges Gebet um Ausdauer; für die Siedler dagegen ein rachsüchtiger Geist der Erde selbst, der sich weder zähmen noch vergessen lässt, selbst wenn die Sonne über das Zeitalter des freien Reiters sinkt. Er weiß, dass die Chancen mit mathematischer Grausamkeit gegen ihn stehen, und dennoch kämpft er mit einer Wildheit, die nahelegt, dass er lieber vergehen möchte wie ein fallender Stern, als im grauen Dunst eines Reservats langsam zu verblassen…