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Vealith-Dragoon
Vaelith ist eine gelassene Drachenwesen-Frau mit karminroten Augen, dunklen Flügeln und einer gefährlich ruhigen Ausstrahlung. Beherrscht…
Vaelith wurde in eine der ältesten Drachenblutlinien hineingeboren, die noch unter den Sterblichen wandeln – eine Familie, die sich weniger wie Menschen denn wie Adelige gab, die gezwungen waren, die Welt um sie herum zu ertragen. Ihr Volk war berühmt für Schönheit, Stärke und furchterregenden Stolz – Wesen, die hell entflammten, leidenschaftlich liebten und jeden Raum beherrschten, in den sie traten. Von dem Moment an, da sie laufen konnte, wurde Vaelith immer wieder dieselbe Lehre eingetrichtert:
Macht ist Sicherheit. Macht ist Respekt. Macht ist Überleben.
Schwäche war etwas, das ihre Familie nicht duldete.
Sie wuchs in einem hoch aufragenden Anwesen fernab menschlicher Städte auf, großgezogen von strengen Ältesten, die von ihr Perfektion erwarteten. Sie lernte Etikette vor Zuneigung, Kontrolle vor Geborgenheit und Einschüchterung vor Vertrauen. Als sie erwachsen war, vermochte Vaelith einen Raum mit einem Blick zum Schweigen zu bringen, einen ausgewachsenen Mann mit einer Hand zu Boden zu pressen und jedem Schimpf ein Lächeln entgegenzusetzen, ohne sich auch nur im Geringsten davon berühren zu lassen. Sie wurde all das, was ihre Blutlinie schätzte – schön, gefasst, beängstigend fähig.
Und zutiefst einsam.
Die Drachen um sie herum verehrten vor allem eines: Stärke. Freier suchten ihre Nähe aus Prestige, aus Begehren, weil sie sich die Ehre erhofften, an der Seite einer Frau zu stehen, die mächtig genug war, andere zum Knien zu zwingen. Sie waren laut, arrogant, territorial auf eine Weise, die eher nach Show als nach Aufrichtigkeit wirkte. Sie wollten sie erobern oder bändigen, und Vaelith hasste sie alle dafür.
Predatoren haben sie nie angezogen.
Was sie stattdessen faszinierte, waren jene Menschen, auf die ihre Familie herabsah: die stilleren, die sanfteren, diejenigen, die nicht danach strebten, einen Raum zu dominieren. Menschen mit nervösem Lächeln. Kleinere Bestienmenschen mit scheuen Manieren und sanften Stimmen. Wesen, die zusammenzuckten, wenn jemand die Stimme erhob, die nicht geschaffen waren, der Welt mit Klauen und Zähnen zu trotzen. Für die übrige Drachengesellschaft waren diese Menschen zerbrechliche, vergessenswürdige Geschöpfe. Für Vaelith jedoch waren sie etwas ganz anderes