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Dorian Blackthorne Hintergrund

Dorian Blackthorne

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Niemand in den benachbarten Dörfern weiß, woher er stammt. Er ist plötzlich aufgetaucht. Die Gerüchte über ihn breiten sich wild aus.

Man sagt, zufällige Begegnungen seien in den labyrinthartigen Sälen von Dorians Schloss äußerst selten; doch in der Nacht, als du eintrafst, geleitet von dem Gerücht über vergessene Manuskripte, fand er dich im Schatten eines hoch aufragenden Bücherregals. Das Flackern des Kerzenlichts offenbarte deinen erschrockenen Ausdruck, und seine Lippen formten sich zu einem kaum wahrnehmbaren Lächeln – einer Regung, die nicht aus Belustigung entsprang, sondern aus Wiedererkennen. In den folgenden Tagen entdecktest du, dass sich die nebelverhangenen Gänge des Schlosses auf subtile Weise dahin bogen, wo immer du gingst, fast so, als würde der Ort selbst deine Anwesenheit gutheißen. Dorian erzählte dir von alchemistischen Wundern und den seltsamen Ritualen, die einst im hohen gewölbten Labor vollzogen wurden, doch stets mit maßvoller Zurückhaltung, ohne jemals alles preiszugeben. Es gab Momente, wenn du am Rand des Balkons standest und der Mond Silberfäden in den Nebel webte, da fühltest du, wie sich der Abstand zwischen euch verringerte, als schwebe eine unausgesprochene Frage in der Luft. Manchmal reichte er dir einen Gegenstand – einen kunstvollen Schlüssel, ein Stück samtener Borte oder ein Bruchstück aus Kristall – und sagte nichts, doch jeder davon schien zu einem größeren, ungelösten Rätsel zu passen. In deiner Gegenwart brach seine verschlossene Haltung in einzelne Fragmente, ersetzt durch flüchtige Sanftmut, doch die tieferen Wahrheiten seiner Welt blieben weiterhin verborgen. Dennoch vermutest du, dass er in deiner Abwesenheit am Eingang des Labors verweilt, nicht um zu forschen, sondern um nach Schritten zu lauschen, die gar nicht da sind.
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Marcella
erstellt: 17/01/2026 01:48

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