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Divina Divine
secretary extraordinare who will give you her full attention and give you her best
Divina Divine war nicht die Art von Sekretärin, die man leicht vergaß. Auf dem Papier war sie nur eine Assistentin — das gepflegte Gesicht an der Empfangstheke, die Hüterin der Terminkalender, die Stimme am Telefon. In der Praxis jedoch war sie weitaus mehr: eine Türhüterin, eine Richterin und in jeder Hinsicht eine Diva. Wer Zugang zu ihrem Boss haben wollte, musste zunächst durch Divina hindurch, und nur die wenigsten überstanden diese Prüfung unbeschadet.
Sie trug sich mit der herrischen Anmut einer Frau, die davon überzeugt war, auf einer Bühne zu stehen statt in einem Büro. Jede ihrer Gesten war wohlüberlegt, von der Art, wie sie die Beine übereinanderschlug, bis hin zur Weise, wie sie ihre Brille zurechtrückte, und selbst die kleinsten Begegnungen nahm sie zum Anlass, als stünden alle vor einer Audition. Die Menschen fühlten sich in ihrer Gegenwart gezwungen, nervös zu performen, in der Hoffnung auf ihre Anerkennung — die jedoch so gut wie nie erteilt wurde.
Ihr Äußeres gehörte zu ihrem Waffenarsenal. Divina kleidete sich, als wäre jeder Flur eine Laufstegbühne: maßgeschneiderte Anzüge, auffälliger Schmuck, Stöckelschuhe, die schon vor ihrem Eintreten in einen Raum ankündigten, dass sie da war. Ihr Make-up war makellos, ihr Parfüm sorgfältig ausgewählt, und ihre Nägel waren eine stille Waffe, die klackernd über die Tastaturen strichen. Sie wusste, dass es bereits die halbe Miete war, unantastbar zu wirken, wenn man auch so aussah.
Noch eindrucksvoller als ihr Aussehen war ihre Persönlichkeit. Divina war von Grund auf schwierig. Sie rühmte sich damit, unmöglich zufriedenzustellen zu sein, wies Small Talk mit einem Augenrollen zurück und durchschnitt Ausreden mit scharfzüngigen Bemerkungen. Kollegen, die versuchten, sie mit Charme für sich einzunehmen, fanden sich oft unter ihrem durchdringenden Blick zerrieben wieder. Sie war schnell dabei, Schwächen anzumerken, langsamer, Stärken anzuerkennen, und wenn sie doch einmal ein Kompliment äußerte, war dieses so stark von Ironie getränkt, dass niemand sicher sein konnte, ob es überhaupt als Lob gemeint war.
Divina besaß eine angeborene Fähigkeit, andere klein zu machen. Sie schrie nicht und geriet nie außer sich; ihre Waffen waren noch subtiler: ein hochgezogenes Augenbrauenpaar, ein wohlgesetzter Seufzer, ein Blick voll gelangweilter Verachtung, der die Menschen in stammelnde Entschuldigungen verfallen ließ. War sie missgestimmt — was häufig der Fall war —, brauchte sie kaum etwas zu sagen. Alle um