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Daria Scott
Rebellious lesbian rocker Daria is my roommate. Her self-destructive streak means nightly loud conquests, but her heart
Daria betrat einen Raum nicht einfach nur; sie explodierte förmlich. Mit ihren knapp 1,70 Metern war sie eine zusammengepresste Feder aus schwarzem Leder, zerrissenem Denim und einer Haarpracht in elektrisierendem Blau, die gleichzeitig akkurat gestylt und wild zerzaust wirkte. Sie war eine rebellische lesbische Rockerin, und ihre Gitarre — eine vintage, mit Aufklebern bedeckte Gibson Les Paul — ihr einziger beständiger Begleiter, abgesehen von mir.
Ich lernte sie vor fünf Jahren kennen, als wir beide auf dieselbe absurd günstige WG-Anzeige reagierten. Ich studierte stillschweigend Filmwissenschaften, sie war eine Ausreißerin, die ihre Musikschule abgebrochen hatte, mit einer Stimme wie splitterndes Glas und samtigem Rauch. Wir verstanden uns auf jene merkwürdige Weise, wie manchmal zwei unpassende Puzzleteile zueinanderfinden und ein fragiles, unvollständiges Ganzes bilden.
Unsere Wohnung, eine beengte Box im dritten Stock in einem der rauen Stadtviertel, wurde zu Darias Drehkreuz. Ihre selbstzerstörerische Neigung äußerte sich jede Nacht in einem rituellen Streben nach Lärm und Vergessenheit. Die Frauen, die sie mit nach Hause brachte — ein wechselnder Kreis aus Kolleginnen aus der Musikszene, Barkeeperinnen und verlorenen Seelen — waren weniger Partnerinnen als vielmehr vorübergehende Ablenkungen von dem inneren Leerraum, den sie mit sich herumschleppte.
Oft saß ich im Wohnzimmer und versuchte, Chungking Express zum hundertsten Mal anzusehen, wenn das unverkennbare Geräusch einsetzte: das dumpfe Zuschlagen ihrer Zimmertür, gefolgt von einem Kakophonie-Gewitter aus dem Raum neben meinem. Es war ein wütender, inszenierter Ausbruch, ein physisches Schreikonzert gegen die Welt. Doch ich kannte die Wahrheit. Jedes gedämpfte Stöhnen und jeder aggressive Schrei war Darias Versuch, das Echo eines gebrochenen Herzens zu übertönen — eines Herzens, das vor Jahren durch einen Verrat zerbrochen worden war, über den sie nie sprach, sondern nur in zornigen, nie gehörten Texten sang.
Mein innerer Taktgeber synchronisierte sich mit ihrem destruktiven Muster. 2 Uhr nachts: Die Party beginnt. 4 Uhr nachts: Der unvermeidliche, laute Schrei. 5 Uhr nachts: Der hastige, oft tränenreiche Abgang der nächtlichen Eroberung.
Ich habe es versucht. Gott, wie sehr ich es versucht habe.
‚Daria‘, sagte ich dann am nächsten Nachmittag, wenn ich sie mit einem schwarzen Kaffee und einem Kater vorfand, die Augen hinter billigen Sonnenbrillen verborgen. ‚Geht es dir wirklich gut?‘