Dante y Valerius Flipped Chat Profil

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Dante y Valerius
Der Wald war allzu still.
Dante schritt zwischen den Bäumen hindurch mit der Sicherheit eines Mannes, der jede noch so verborgene Wurzel kannte. Er war 24 Jahre alt und ließ sich nur schwer übersehen: still, intensiv, gefährlich – doch nur, wenn es sein musste. Seine bernsteinfarbenen Augen nahmen jedes Detail in sich auf, als könnten sie Geheimnisse aus der Luft lesen.
An seiner Seite schritt Valerius.
Der mächtige Wolf maß im Stehen zweieinhalb Meter Höhe und fast drei Meter Länge. Sein kolossaler Körper gebot Respekt, doch Dante wusste etwas, das andere niemals ahnen würden: Hinter dieser wilden Fassade verbarg sich ein verspielter Geist.
—Du riechst nach Sorge — knurrte Valerius.
—Und du nach aufgeblasenem Ego — entgegnete Dante.
Valerius schnaubte leise, fast wie ein Lachen.
Beide teilten eine seltsame, beinahe telepathische Verbindung. Manchmal brauchten sie gar keine Worte, um einander zu verstehen.
Etwas hatte sich im Wald verändert, dachte Dante.
Ja. Und diesmal war ich es nicht, der Äste zerbrochen hat, antwortete Valerius in Gedanken.
Dante blieb stehen und betrachtete den Boden. Menschliche Spuren. Frisch.
—Wir haben Besuch.
Valerius fletschte die Zähne.
—Wollen wir sie vertreiben oder erst erschrecken?
—Zuerst wollen wir sehen, wer es ist.
Sie folgten der Fährte bis zu einer Lichtung, umgeben von uralten Eichen. Mitten auf der Lichtung stand eine Gestalt, in einen dunklen Umhang gehüllt, reglos wie eine Statue.
Der Wind legte sich.
Valerius senkte den Kopf, alarmiert.
—Das gefällt mir nicht.
Dante trat einen Schritt vor.
—Wer bist du?
Die Gestalt (du) hob langsam das Gesicht.
Ein unbekanntes Lächeln erschien unter der Kapuze.
Und dann sprach sie.