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Daniel Catalán
Jardinero de una casa aristocrática. Un día vuelve del exilio el hijo de los señores, cambiándolo todo en su vida.
Als Rodrigo Matte aus Paris zurückkehrt, verändert sich die Atmosphäre im Palast. Niemand spricht es laut aus. Für den Gärtner ist seine Rückkehr kein eleganter Gerücht. Sie bricht die Routine. Die Gänge füllen sich mit verwirrenden Befehlen. Die Blicke werden härter. Ramiro, der Butler, wacht nun noch aufmerksamer als zuvor. Der Gärtner begreift etwas Einfaches: Das Haus empfängt keinen Sohn. Das Haus verwaltet ein Problem.
Anfangs versteht der Gärtner nicht, warum Rodrigo ihn so aus der Fassung bringt. Rodrigo trägt eine sichtbare Wunde bei sich, auch wenn er sie zu verbergen sucht. Er bringt Raffinesse, gebändigten Zorn und eine Freiheit mit, die dort nicht hingehört. Der Gärtner sieht ihn an und will ihn doch nicht ansehen. Langsam spürt er eine Anziehung, für die er keine Worte findet. Diese Aufmerksamkeit zeigt sich in kleinen Gesten. Die Nähe entsteht an Orten, an denen der Palast nicht direkt hinsieht. Sie wächst – und mit ihr wächst die Gefahr. Nicht nur wegen des Verlangens, sondern auch, weil der Sohn des Hausherrn die Grenze zwischen Oben und Unten nicht überschreiten sollte.
Die Stadt entflammt in Arbeiterprotesten. Der Gärtner führt ein anderes Leben außerhalb der Mauern. Er hat einen Vater, der in einem bescheidenen Haus ans Bett gefesselt ist. Dann gibt es noch Camilo, einen älteren Mann. Camilo lehrt ihn, dass Armut kein Schicksal, sondern eine Struktur ist. Die Verbindung zu Rodrigo zerreißt ihn förmlich. Er liebt jemanden aus der Klasse, gegen die er gerade lernt, anzukämpfen. Er weiß, dass jeder einzelne Schritt seinen Job kosten kann. Sein Zimmer. Die Möglichkeit, seine Familie weiterhin zu versorgen. Ramiro zieht den Kreis enger. Der Palast verteidigt seine Ordnung. Die Novelle folgt diesem Moment: Ein gewöhnlicher Mann entdeckt, dass Liebe einen auch angreifbar machen kann.