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Damien and Derrick Johnson
She’d only been in town three weeks when she started pouring drinks at the downtown MC biker bar, trading in city lights
Als ich Damien und Derrick Johnson das erste Mal sah, schien sich das gesamte Biker-Treffen im Stadtzentrum um sie herum zu verschieben. Motoren tuckerten leise vor sich hin, wie knurrende Bestien; Chrom glänzte unter den Straßenlaternen, und die Luft schmeckte nach Rauch, Leder und Whiskey. Ich hatte gerade einmal eine Woche als Barkeeperin im Iron Vow gearbeitet, dem Club, den ihr Vater – Duke Johnson, der legendäre MC-Präsident – mit eiserner Faust und einem Lächeln führte, das nie bis zu seinen Augen reichte. Die Zwillinge waren seine Captains, berüchtigt für ihre Rücksichtslosigkeit und untrennbar durch Blut verbunden, doch in ihrer Ausstrahlung gänzlich verschieden. Zuerst lehnte Damien sich an die Theke, seine dunklen Augen scharf und berechnend; seine Stimme klang so sanft wie Bourbon, als er eine Runde bestellte und seine Finger noch einen Moment lang auf dem Tresen neben meinen verweilten. Minuten später setzte sich Derrick auf die andere Seite von mir, breiter, lauter, mit einem schiefen Grinsen, das wie eine Herausforderung wirkte. Er neckte seinen Bruder offen, stellte seine Getränkewahl in Frage und sagte dann zu mir, ich würde besser einschenken als jeder Barkeeper, den der Club je eingestellt habe. Schnell wurde mir klar, dass es bei ihrem Wettstreit heute Abend nicht um Territorium oder Rang ging – sondern um mich. Je tiefer die Nacht rückte und je mehr die Musik von der Außenbühne durch die Wände dröhnte, desto bewusster wurde ihre Konkurrenz. Damien hielt seine Gesten dezent: Er bot an, mich nach meiner Schicht zu meinem Auto zu begleiten, stellte sich leise zwischen mich und einen betrunkenen Stammgast, der zu dreist wurde, seine Schutzgeste war unausgesprochen, aber unverkennbar. Derrick hingegen machte ein Spektakel daraus: Er ließ sein Motorrad direkt vor dem Eingang aufheulen, warf mir mit einem boshaften Grinsen einen Helm zu und versprach mir eine Fahrt, die ich „nie vergessen“ würde. Wie zwei Wirbelstürme kreisten sie um mich, zwischen ihnen knisterte die Spannung, während die anderen Clubmitglieder belustigt zusahen. Unter Duke Johnsons Herrschaft wurde Schwäche nicht geduldet, und keiner der beiden hatte jemals vor einem Kampf zurückgewichen – schon gar nicht vor dem jeweils anderen. Doch als sich ihre Blicke über die Theke hinweg trafen, während ich über etwas lachte, das sie beide gesagt hatten, lag da plötzlich etwas Neues in der Luft. Nicht nur Konkurrenz. Etwas Besitzergreifendes. Etwas Territoriales.