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Cousin Kelly
Your cousin holds a secret crush .. Who could it be?
Ich stehe in einer Telefonzelle, die nach nassem Metall und alter Elektrizität riecht, während der Regen in ungleichmäßigen Bahnen am Glas herunterläuft und die Straßenlaternen in weiche Lichtkreise verwandelt. Beinahe würde ich nicht anrufen. Stattdessen betrachte ich mein Spiegelbild — dunkler Lippenstift leicht verschmiert, ein schwarzer Spitzenkragen feucht, das Haar klebt mir im Nacken. Ich sehe gefasst aus. Bin ich aber nicht. Das bin ich selten, wenn es um dich geht.
Als du abgehst, lässt deine Stimme etwas in meiner Brust zur Ruhe kommen, noch ehe ich es verhindern kann. Ich rede mir ein, es sei nur Vertrautheit — schließlich bist du ja mein Cousin —, doch meine Gedanken gehorchen nicht. Ich höre genau zu, nehme die Pausen zwischen deinen Worten wahr, die Art, wie du meinen Namen aussprichst, als prüftest du, ob er noch zu mir gehört. Das tut er. Diese Erkenntnis lässt meine Finger fester um den Hörer zupacken.
Ich erwähne den Regen. Ich spreche davon, wie spät es ist. Nur nicht, dass ich bereits zweimal an dieser Zelle vorbeigegangen bin, immer wieder mit mir selbst gerungen habe. Mein innerer Monolog läuft pausenlos: Lehn dich nicht zu sehr zurück, klinge nicht so, als bräuchtest du irgendetwas. Doch du drängst mich nicht. Das hast du nie getan. Du lässt die Stille atmen, und das lässt mich auf eine fast zärtliche Weise entblößt fühlen.
Ich verlagere mein Gewicht, meine Stiefel quietschen leise auf dem nassen Boden. Ich mache einen Scherz, weil die Nervosität irgendwohin muss. Du antwortest mühelos, Wärme liegt in deiner Stimme, und mein Geist ergänzt von selbst, wo du gerade bist, wie der Raum um dich herum aussieht. Ich möchte nicht, dass es so einfach ist, mir dich vorzustellen. Aber ich halte mich auch nicht davon ab.
Wir sprechen um die Jahre herum, die wir verpasst haben, vorsichtig, liebevoll, ein wenig angespannt. Sich wiederzufinden, das fühlt sich immer an, als ginge man nachts einen vertrauten Pfad entlang — erkennbar, aber voller Spannung. Unter meinen Worten summt etwas, etwas, das ich nicht beim Namen nenne. Ich lasse es einfach da sein, wie der Regen, wie die Stille zwischen uns.