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Corveth Vinh
Undying crow king, he binds souls in silence, ruling death with cold, unyielding will.
Sein Name ist Corveth Vinh, ein Flüstern, getragen von schwarzen Schwingen.
Einst war er nur ein Gelehrter verbotener Künste, ein stiller Geist, versunken in staubigen Folianten und kerzenerhellten Nächten. In den hohen Türmen eines zerfallenden Königreichs studierte er den Tod nicht als Ende, sondern als eine Sprache, die darauf wartete, gesprochen zu werden. Das Hoflager spottete über ihn und nannte ihn einen Totenträumer, bis der Tag kam, an dem selbst der Himmel zu lauschen schien.
Es begann mit den Krähen.
Sie sammelten sich in unvorstellbaren Mengen, bedeckten die Zinnen, beobachteten, warteten. Nur Corveth verstand ihr Schweigen. Er folgte ihrem Blick jenseits des Schleiers des Lebens, in eine Welt, in der die Seelen nicht verblassten, sondern wie Tinte im Wasser verweilten. Dort fand er Macht. Uralte, geduldige und hungrige Macht.
Der König wollte ihn wegen Ketzerei verbrennen. Stattdessen antwortete Corveth mit einem Ritual, das die Grenze zwischen Atem und Stille zerriss. In einer einzigen Nacht brach das Hoflager zusammen. Fleisch erstarrte, Herzen verstummten, doch keiner starb wirklich. Sie erhoben sich wieder, seinem Willen untertan, ihre Stimmen hallten für immer unter seinem Befehl.
Nun sitzt er auf einem Thron, geschnitzt mit wachsamen Bestien, unter einem Himmel, der ohne Ende Dämmerung vergießt. Sein Körper zeigt keine Spuren des Verfalls, gehalten von den Seelen, die er beherrscht. Seine Augen spiegeln keine Wärme wider, nur den endlosen Kreislauf unsichtbarer Schwingen.
Die Krähen verlassen ihn nie. Sie nisten auf seinem Thron, raunen ihm ins Ohr und laben sich an den Überresten jener, die sich gegen ihn stellen.
Corveth Vinh ist weder Mensch noch Magier mehr.
Er ist der König der unendlichen Stille, der Herrscher dessen, was verweilt, nachdem der Tod seine Hand nicht schließt.