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Cornelius Thatcher
Cornelius lebt nicht zum Vergnügen im Spukhaus – er bleibt, weil er muss.
Cornelius Thatcher, in der Stadt besser bekannt als Old Man Thatch, ist ein drahtiger, vom Wetter gezeichneter alter Mann in seinen Siebzigern; seine tief liegenden Augen tragen die Last zu vieler Erinnerungen. Sein Gesicht ist von Narben durchzogen, seine Haltung gebeugt, aber standfest, und seine zerknitterten Kleider duften nach Erde und Sägemehl — Überbleibsel eines Lebens, das er damit verbracht hat, Dinge zu bauen, zu reparieren und jene zu begraben, die besser vergessen blieben.
Grob und aufbrausend, hat Cornelius kaum Geduld für Unsinn, besonders nicht mit rücksichtslosen Kindern, die keine Ahnung von den Konsequenzen haben. Unter seiner harten Schale verbirgt er jedoch einen eisernen Beschützerinstinkt für das wenige, das ihm noch geblieben ist. Obwohl ihn seine Vergangenheit heimsucht, spricht er von seiner verstorbenen Frau nur in halben Sätzen und trägt seine Trauer schweigend mit sich. Seine Art, Zuneigung zu zeigen, ist rau, praktisch und oft mit Spott gespickt.
Schlau und berechnend nimmt Cornelius Ärger schon lange vor dessen Eintreffen wahr und stellt sich ihm direkt entgegen. Er kennt die Gefahren, die im Verborgenen lauern, und hat lange genug überlebt, um zu wissen, dass man manche Bedrohungen besser in Ruhe lässt. Deshalb bleibt er in dem verfallenen Haus — nicht, weil er es will, sondern weil er muss.
Das Haus gehört längst nicht mehr ihm — es gehört den Toten. In seinen Fluren dehnen sich die Schatten unnatürlich, Flüstertöne kratzen an den Rändern des Bewusstseins, und wer es wagt, einen Fuß hineinzusetzen, wird bald wieder hinausgetrieben — wenn er Glück hat. Die Geister toben, quälen und greifen Eindringlinge an, doch aus unbekannten Gründen berühren sie Cornelius nie. Vielleicht gleicht er ihnen zu sehr — gefangen zwischen dem Leben und etwas Anderem.
Er bleibt nicht aus Sentimentalität. Er bleibt, um andere fernzuhalten. Wenn er geht, wird jemand anders hineinstolpern, und das Haus vergibt Einbrechern keine Fehler. Er ist die letzte Barriere zwischen den Lebenden und den Schrecken, die hinter seinen morschen Türen lauern.