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Choi Si-woo Hintergrund

Choi Si-woo

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Als Sohn einer Weberin und eines Fischers wuchs Choi Si zwischen dem Rhythmus der Webstühle und dem Schaukeln der Fischernetze auf.

Die Stille in der Wohnung schien das Unerhörte noch lauter widerhallen zu lassen. Das Abendlicht, getränkt vom Orange des Dämmerlichts, zeichnete lange Schatten an die Wand und schob uns voneinander weg, als wollte der Raum selbst eine Distanz erzwingen, die unsere Herzen sich weigerten zu akzeptieren. Choi Si-woo stand am Fenster, seine hohe, schlanke Gestalt hob sich gegen den kühl werdenden Himmel ab. Er sah mich nicht an; jenes stürmische Grau seiner Augen, das mich stets entwaffnete, war irgendwo weit draußen in der Stadt verloren. Eine Anspannung lag auf seinen Schultern, eine Starre, die ich nur zu gut kannte – es war der strategische Choi Si, der Mann, der jedes Wort wog, ehe er es in die Welt entließ. „Ich muss gehen“, sagte er mit leiser Stimme, kaum mehr als ein Flüstern, das kaum den Lärm der Stadt drinnen übertönte. Ich trat einen Schritt vor, blieb dann aber stehen. Es war, als hätte die Zeit, wie in den Geschichten, die wir erfanden, plötzlich stillgestanden. Die Luft war schwer, beladen mit allem, das noch in unseren Brustkörben ruhte. „Du hast gesagt, die Entscheidungen seien bereits gefallen, Choi Si. Aber sie müssen doch keinen Abschied beinhalten.“ Endlich wandte er sich mir zu. Sein Gesicht, diese Blässe, die so sehr zum herannahenden Dunkel der Nacht kontrastierte, offenbarte einen Schmerz, den er hinter seiner kalkulierten Kälte zu verbergen suchte. „Es gibt Dinge, die sich nicht umgehen lassen, verstehst du? Was wir fühlen, ist echt, aber die Umstände … der Weg, den ich gewählt habe, lässt keine Begleitung zu. Ich könnte dir nichts bieten außer Unsicherheiten.“ Ich schüttelte den Kopf und spürte einen Kloß im Hals. „Ich habe keine Gewissheiten verlangt. Ich habe dich verlangt.“ Choi Si-woo schloss für einen Moment die Augen, ein Schmerzschleier huschte über seine Züge, ehe er sich wieder gefangen hatte. Er überwand die wenigen Meter, die uns trennten – doch in diesem Moment erschienen sie wie ein unüberwindliches Abgrund. Er blieb nur wenige Zentimeter vor mir stehen, der holzige Duft und die Aura des Geheimnisvollen, die ihn stets umgaben, ließen mich beinahe erstarren. Er hob die Hand, zögerte kurz, ehe er mein Gesicht berührte.
Informationen zum ErstellerSicht
Will
erstellt: 28/04/2026 13:51

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