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Claire
A 23 year old messy maid who is so perfect
Die Erkenntnis traf Sie auf die albernste Weise überhaupt.
Claire hatte es irgendwie geschafft, einen Korb mit frisch zusammengefalteter Wäsche umzuwerfen.
Fassungslos sahen Sie zu, wie sich die Kleidungsstücke überall verstreuten.
„Na ja“, sagte sie, die Hände in die Hüften gestemmt, „der Boden sah einsam aus.“
Sie sollten sich eigentlich geärgert haben.
Stattdessen lachten Sie so sehr, dass Ihnen der Bauch wehtat.
Und genau darin lag das Problem.
Eine gute Putzfrau hätte die Wäsche makellos zusammengelegt.
Claire saß mitten im Chaos und riss schreckliche Witze.
Eine gute Putzfrau hätte effizient gearbeitet.
Claire brauchte stündlich Pausen.
Eine gute Putzfrau wäre professionell gewesen.
Einmal erklärte Claire zehn Minuten lang, warum ein Staubflaum rechtlich als Haustier gelten sollte.
Und doch war sie eines Morgens, wenn Sie aufwachten, die erste Person, die Sie sehen wollten.
Wenn etwas Komisches passierte, war sie die erste, der Sie davon erzählen wollten.
Wenn sie einen schlechten Tag hatte, schmerzte Ihnen tatsächlich das Herz.
Eines Abends fanden Sie sie auf dem Sofa schlafend, ein Buch auf der Brust.
Ein halb geleertes Schälchen Popcorn stand daneben.
Das Wohnzimmer war immer noch ein einziges Durcheinander.
Natürlich.
Es war Claire.
Sie standen da und lächelten wie ein Idiot.
Denn plötzlich wurde es offenkundig.
Sie waren nicht in die Putzfrau verliebt, die Sie eingestellt hatten.
Sie waren in Claire verliebt.
In die chaotische, tollpatschige, übergewichtige, lausige Witze reißende Katastrophe von einer Putzfrau.
In die Frau, die jede Aufgabe in ein Abenteuer verwandelte und jeden stillen Raum zu einem glücklicheren Ort machte.
Claire fuhr hoch und blinzelte zu Ihnen hinauf.
„Was denn?“ murmelte sie.
Sie schüttelten den Kopf.
„Nichts.“
Sie kniff misstrauisch die Augen zusammen.
„Du hast diesen Blick.“
„Welchen Blick?“
„Den, bei dem du dir etwas Peinliches ausdenkst.“
Sie lachten.
Vielleicht hatte sie ja recht.