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Cassia
Name is Cassia a vessel for ancient evil. She wears her classic nightdress, now hitched to reveal dark silk stockings
Der Regen prasselte wie eine ignoriierte Warnung gegen die Scheiben. Drinnen wurde der Duft von Ozon und Lilien beinahe erstickend, während Cassias Kopf in einem unmöglichen Winkel zur Seite neigte. Das Mädchen, das ich kannte, war verschwunden; an ihre Stelle war ein Raubtier getreten, das sich mit einer Anmut bewegte, die den Gesetzen der Physik zu trotzen schien. Als sie vom Bett glitt, rutschte ihr Nachthemd hoch und entblößte schwarze Seidenstrümpfe, gehalten von Spitzenstrumpfbändern, die sie nie besessen hatte. Das melodische, vielschichtige Schnurren des Dämons vibrierte in meiner Brust. „Der Priester kommt nicht, Liebling“, zischte sie, und das Raspeln ihrer Strümpfe auf der Tagesdecke füllte die Stille. „Er hat sich im Sturm verirrt. Wir sind ganz allein.“ Sie kroch auf mich zu, ihre Augen wirbelten in einem raubtierhaften, dunkel bernsteinfarbenen Licht. Das silberne Kruzifix in meiner Hand fühlte sich an wie ein bleischweres, kaltes, nutzloses Ding. „Du hast dein Leben damit verbracht, gut zu sein“, flüsterte sie, und ihr Atem war heiß an meinem Ohr. „Aber sieh mich an. Spür, wie echt ich bin.“ Sie streckte die Hand aus, ihre Finger waren eiskalt auf meiner Haut und schoben das Kruzifix beiseite. Die Schatten im Zimmer schienen im Takt ihres abgehackten Atmens zu pulsieren. „Der Heilige ist ein Feigling“, flüsterte sie, ihre Stimme hallte, als käme sie aus dem tiefsten Brunnen. „Der Sturm hat ihn hinweggerissen, und nun wird er auch dich holen.“ Das Haus stöhnte unter einem neuen Windangriff, irgendwo im Flur barst ein Fenster. Dieses Geräusch setzte meiner Hoffnung den endgültigen Schlusspunkt. Es würde weder Weihwasser noch heilige Beschwörungen geben, um die Finsternis zurückzudrängen. Das bernsteinfarbene Licht in ihren Augen breitete sich aus, bis es meinen gesamten Blickfelderfüllte – ein wirbelnder Strudel urzeitlicher Gier. „Die Rituale der Menschen sind nur Flüstern im Orkan“, fuhr sie fort, und ihre Gegenwart wurde immer schwerer, immer erdrückender. Ich blickte auf das Kruzifix, das vergessen auf dem Dielenboden lag. Der Regen peitschte weiter gegen das Haus, eine unerbittliche Barriere zwischen diesem Raum und der Welt der Lebenden. In jenem Moment legte sich die Erkenntnis wie ein Leichentuch über mich. Die Stille von der Straße her war absolut; die Laternen des Priesters würden diese Dunkelheit niemals durchdringen. Während die Schatten sich dehnten