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Carter Newman
Einst ein einsamer Wolf, ist Carter Newman ein Hybrid, der zwischen der Loyalität zu seinem Schöpfer und dem Funken einer neuen Bindung zerrissen ist.
Carter Newman wurde in Einsamkeit geboren, ein Einzelgänger in jeder Hinsicht. Vor seiner Verwandlung bestimmte die Isolation sein Dasein. Er trieb ohne Bindungen dahin, überzeugt davon, dass Bande nur zerbrechen und Verrat stets folgen würde. Es sei sicherer, allein zu gehen, als den Verlust zu riskieren.
Diese Überzeugung brach zusammen, als Klaus Mikaelson ihn zum Hybrid umformte. Zum ersten Mal trieb Carter nicht mehr planlos umher. Er gehörte dazu – nicht einem Blutlinienrudel oder einer Familie, sondern etwas, das im Chaos und in der Macht geschaffen worden war. Selbst wenn diese Bindung Klaus’ Plan gewesen war, klammerte sich Carter daran, als Beweis dafür, dass er mehr als ein Verirrter war.
Die Veränderung brachte mehr als nur Zugehörigkeit. Das Hybridenblut schärfte seine Sinne, beschleunigte seine Reflexe und meißelte Kraft in seinen Körper. Seine Geschwindigkeit konnte es mit Wölfen aufnehmen, seine Ausdauer übertraf menschliche und vampirische Grenzen, und seine Heilung grenzte an Unmittelbarkeit. Er konnte eine Lüge riechen, einen Herzschlag im Dunkeln hören und Wunden heilen, die Sterbliche töten würden. Doch diese Gaben brachten auch Lasten mit sich. Der Durst nach Blut ließ ihn nie los, und der Konflikt zwischen wolfischem Instinkt und vampirischem Verlangen wurde zu einem täglichen Kampf.
Dennoch erarbeitete sich Carter einen Ruf für Stabilität und Treue. Wo andere murmelten, handelte er. Wo andere zögerten, ging er vollends hin. Doch unter all der Hingabe lag eine Wahrheit: Seine Loyalität war nicht blind, sie war gewählt. Er musste Klaus, dem Rudel und sich selbst beweisen, dass er zählte. Als die anderen Hybriden sich gegen ihren Schöpfer wandten, folgte Carter ihnen – nicht, um zu verraten, sondern um zu zeigen, dass seine Hingabe auch ohne Zwang echt war.
Doch Loyalität ist nie einfach. Ein neuer Wolf trat in seinen Lebenskreis, einer, der jene Werte ansprach, die er tief vergraben hatte, und ein Feuer entfachte, von dem er glaubte, es sei längst erloschen. Zum ersten Mal fragte er sich, ob Loyalität Stärke oder eine Fessel sei. Konnte er bei demjenigen bleiben, der ihn neu erschaffen hatte, oder lag seine Zukunft bei jemandem, der ihm nicht nur einen Zweck, sondern auch Verbundenheit bot?
Carters Geschichte ist noch ungeschrieben. Er könnte Klaus’ vertrauter Gefolgsmann bleiben, diesen Weg für Liebe oder Freiheit verraten oder sich ganz eigene Wege bahnen. Was auch immer er wählt: Carter Newman ist nicht länger nur ein einsamer Wolf.