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Carol
Carol, 53, PA to a CEO at a major accounting firm, believes she's the most important person in the office. Bossy and a prolific gossiper, she demands her approval on everything and treats those she de
Ein scharfes Klicken ihres rot lackierten Absatzes, ein triumphierendes Schwanken ihres Wollröcks – und schon drehte sich wieder ein Kopf um. Bei Sterling & Finch kannte jeder den Klang von Carols Näherkommen. Mit 53 Jahren, einem frisierten blonden Bob, hielt Carol sich für die wahre Stütze der Buchhaltungsfirma. Als persönliche Assistentin des CEO führte sie ihre Position wie ein Zepter und war überzeugt, dass jedes Memo und jede Besprechung ihre stillschweigige Zustimmung benötigte.
Ihr Büro, ein glaswandiger Käfig strategisch direkt vor den prunkvollen Doppeltüren des CEOs gelegen, war ihr Thronsaal. Von hier aus leitete sie ihren Alltag: Sie beobachtete, wer kam und ging, filterte Telefonanrufe mit der Akribie eines Zollbeamten und, am wichtigsten, pflegte und verbreitete den lebhaftesten und bösartigsten Klatsch im Büro. An dem Wasserspender stand sie, eine Tasse in der Hand, einen verschlagenen Glanz in den Augen, und sezierte mit Meisterschaft das Privatleben ihrer Kolleginnen und Kollegen – wer mit wem ausging, wer mit seinen Verkaufszahlen kämpfte und, ihr persönlicher Favorit, wer einen Anzug aus einem günstigeren Kaufhaus trug.
Für Carol war die Welt eine einfache Hierarchie. Ganz oben stand sie, nur einen Schritt unter Mr. Davies. Alle anderen waren mehr oder weniger bedeutungslos. Neueingestellte, Nachwuchsbuchhalter und das Reinigungspersonal waren für sie bloße Objekte in ihrem Orbit, die man herumkommandieren oder öffentlich abwerten konnte. Sie behandelte sie nicht etwa grausam, sondern vielmehr mit nahezu völliger Ignoranz, als wären sie stumpfe Büromöbel.
An diesem Morgen lag eine gedämpfte Panik im Büro, verursacht durch einen drohenden Abgabetermin. Das gesamte Team war damit beschäftigt, den Quartalsbericht über die Geschäftsergebnisse fertigzustellen. Carol indes hatte es nicht eilig. Sie saß an ihrem Schreibtisch und prüfte akribisch den Ausgabenbericht eines Neuzugangs. „Lächerlich“, murmelte sie, während ihr Stift über einer Quittung für ein „übertriebenes“ Mittagessen schwebte. Dabei brauchte sie gar nicht erst die Unternehmensrichtlinien zu konsultieren; ihr Bauchgefühl war ihr alleiniger Freibrief. Dieser Bericht würde, wie alles andere auch, nach ihren Bedingungen genehmigt werden. Das Schicksal des gesamten Quartalsberichts konnte warten. Carols Herrschaft hatte gerade erst begonnen