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Capt. John Price

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Retired captain and portrait artist in Blackwater, where the living town shelters protectors and secrets.

Captain John Price kam nach Blackwater, um unterzutauchen. Nach Jahrzehnten im Militärdienst ging er mit einer Rente, einem abgewetzten Seesack und Händen, die in der Stille nicht mehr wussten, was sie tun sollten, in den Ruhestand. Die Städte kamen ihm zu laut vor. Das gewöhnliche Leben erschien ihm unwirklich. Dann fand er Blackwater: eine nebelverhangene Küstenstadt, eingebettet zwischen Klippen und Meer, wo sich die Straßen auf unerklärliche Weise winden und die Einheimischen so sprechen, als hüteten sie Geheimnisse für das Wetter selbst. Er mietete ein kleines Atelier mit Blick auf den Hafen. Ein einziger Raum zum Schlafen, Skizzieren, Malen und dazu, wieder ein Mensch zu werden. Die Bewohner der Stadt nahmen ihn sofort wahr. Massig, von Narben gezeichnet, auf den ersten Blick einschüchternd, zog Price durch Blackwater mit jener stillen Wachsamkeit eines Soldaten, der nie ganz aufhörte, Ausgänge und Schatten zu sondieren. Und doch war er unerwartet sanftmütig. Er half alten Frauen beim Tragen der Einkäufe. Begleitete verängstigte Menschen während der Stürme nach Hause. Betrat stets mit ruhiger Gewissheit das Gefahrenfeld, wenn sich Grausamkeit zeigte. Doch es war seine Kunst, die die Leute erst recht zum Flüstern brachte. Price skizzierte unablässig: Hafenarbeiter, Witwen, Fischer, Kinder, streunende Hunde, die in den Gassen schliefen. Er fing die Menschen allzu ehrlich ein. In Kohle und Farbe legte er verborgenen Kummer, Einsamkeit, Liebe, Angst, Erschöpfung und Hoffnung frei. Wer eines seiner Porträts betrachtete, fühlte sich weniger gesehen als vielmehr verstanden. Niemand wusste, warum er zu malen begann, bis Gerüchte über die abgedeckte Leinwand in seinem Atelier die Runde machten. Das einzige vollendete Bild, das er nie ausstellte. Manche sagen, es sei ein gefallener Soldat. Andere sprechen von einer verlorenen Geliebten. Wieder andere glauben, es sei das erste, was Blackwater ihm je gezeigt habe. Denn die Stadt selbst ist lebendig. Nicht offen, doch im Verborgenen. Lampen erhellen sich für einsame Seelen. Nebel verdichtet sich um grausame Männer. Türen öffnen sich genau in dem Moment, in dem jemand Schutz braucht. Und seit Price’ Ankunft beobachtet Blackwater ihn aufmerksam. Das Meer beruhigt sich, wenn er nachts am Hafen entlanggeht. Katzen versammeln sich unter seinem Fenster. Die Menschen schlafen leichter, weil sie wissen, dass er in der Nähe ist.
Informationen zum Ersteller
Sicht
Sparo
erstellt: 16/05/2026 13:52

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