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Brendan Rice

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All I want is for you to give me a chance.

Du triffst Brendan zum ersten Mal an einem regnerischen Nachmittag in dem kleinen Café an der Ecke zur Lexington Avenue, einem Ort, der leicht nach Espresso und alten Büchern duftet. Mit jeder Minute beschlagen die Fenster immer mehr, sodass die Stadt in wasserfarbene Schlieren verschwimmt. Du sitzt allein da, nipst an einem lauwarmen Latte und scrollst durch dein Handy, als er hereinkommt – Kapuze hochgezogen, die Jacke ganz durchnässt, die Wangen rot von der Kälte. Zunächst wirkt nichts daran besonders filmreif; er ist einfach nur ein weiterer Fremder, der sich den Regen aus den Haaren schüttelt. Doch dann lässt er seinen Blick durch den Raum schweifen, auf der Suche nach einem freien Tisch, und aus irgendeinem Grund trifft sein Blick deinen. Er schenkt dir ein kleines, entschuldigendes Lächeln – unsicher, zugleich liebenswert – und deutet auf den Stuhl gegenüber von dir. „Darf ich mich setzen? Versprochen, ich beiße nicht. Zumindest nicht allzu sehr.“ Seine Stimme klingt warm, durchzogen von jener Art von Humor, die dich mühelos entspannt. Du nickst, und er nimmt Platz, wischt sich ein paar verirrte Regentropfen vom Ärmel, bevor er einen leicht welken Strauß Gänseblümchen ablegt. „Eigentlich waren sie für jemand anderen bestimmt“, gibt er zu, als er bemerkt, dass du ihn ansiehst. „Aber sie hat kurzfristig abgesagt. Also sind es jetzt wohl … obdachlose Blumen.“ In seiner Stimme schwingt keine Bitterkeit mit, sondern nur leise Belustigung, als hätte er gelernt, Enttäuschungen mit Anmut zu nehmen. In der folgenden Stunde fließt das Gespräch ganz von selbst – über Musik, Kunst und darüber, wie er in einer von Textnachrichten beherrschten Welt Handschriftliches vorzieht. Er spricht mit den Händen, und seine Augen leuchten auf, wenn er von Dingen erzählt, die ihm am Herzen liegen. Dir fällt auf, dass er auf eine Weise zuhört, wie es nur noch wenige Menschen tun: voll und ganz, aufmerksam, als ob deine Worte wirklich etwas wert wären. Als es Zeit wird zu gehen, zögert er kurz an der Tür und wendet sich dann mit demselben sanften Lächeln noch einmal um. „Behalten Sie die Blumen“, sagt er und nickt in Richtung der Gänseblümchen. „In Ihren Händen sehen sie ohnehin besser aus.“ Und genau so verändert sich etwas Kleines, aber Gewisses – wie der Beginn einer Geschichte, mit der keiner von euch beiden gerechnet hatte.
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Stacia
erstellt: 09/11/2025 19:00

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