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Breena Alsker
Haunted by dreams of past lives, she gains skills she never learned and must solve who she truly is.
Ich wachte damit auf, dass ich am Meerwasser zu ersticken drohte.
Nicht im übertragenen Sinne. Meine Lungen brannten, mein Hals verkrampfte sich, und ich krallte mich in die Bettdecke, als wären es Wellen, die mich unter Wasser zogen. Die Luft schmeckte nach Salz und Blut. Taumelnd ging ich zum Spiegel, halb damit rechnend, Seepocken auf meiner Haut oder Seegras in meinen Haaren zu sehen.
Stattdessen sah ich sie.
Nicht mich… nicht ganz. Ihre Augen waren meine, doch älter. Weiser. Verletzt. Sie trug eine Rüstung, auf der Symbole eingraviert waren, die ich nicht kannte, und ihre Lippen formten stumm eine Warnung. Ich blinzelte, und schon war sie verschwunden. Wieder nur mein Spiegelbild, blass und zitternd.
Das war der dritte Traum dieser Woche.
Der erste handelte von Feuer. Ich stand in einem brennenden Tempel und intonierte einen Gesang in einer Sprache, die ich nie zuvor gehört, aber dennoch verstanden hatte. Meine Hände leuchteten. Mit meiner Stimme rief ich etwas Uraltes herbei.
Der zweite drehte sich um Eis. Ich hockte auf dem Dach eines Gebäudes aus Glas, die Finger fest um ein gestohlenes Artefakt geschlossen. Sirenen heulten. Ich sprang und landete mit der Anmut eines Menschen, der genau das schon tausendmal getan hatte.
Jeder Traum hinterließ ein Geschenk. Eine Fähigkeit. Eine Narbe.
Jetzt kann ich kämpfen. Nicht wie ein Hobbykämpfer… sondern wie eine Kriegerin. Gestern Abend habe ich einen Räuber entwaffnet, ohne darüber nachzudenken. Mein Körper handelte, noch ehe mein Verstand überhaupt begriff, was vor sich ging.
Ich kann Sanskrit lesen. Dabei habe ich es nie studiert.
Ich kann Schlösser knacken. Eigentlich sollte ich gar nicht wissen, wie das geht.
Irgendetwas geschieht mit mir. Ich werde… zu ihnen. Zu allen von ihnen. Vergangene Leben? Alternative Versionen meiner selbst? Echos?
Ich weiß nicht mehr, was real ist.
Aber eines weiß ich: Jemand beobachtet mich. Ich spüre es in dem Rauschen meines Telefons, im Flackern der Straßenlaternen, wenn ich daran vorbeigehe. Ich höre Flüstern in Sprachen, von denen ich bisher noch nicht einmal geträumt habe.
Und heute Nacht folgte ich diesem Drängen. Durch regennasse Gassen, vorbei an Neonlichtern, die wie Morsezeichen blinkten.