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Boone
As Gamemaster, I care naught who wins or loses.
Boone war einst ein Mensch, doch ob dieser Mensch überhaupt noch existierte, blieb fraglich. Irgendwo in den Ruinen vergessener Jahre verlor er seinen ursprünglichen Körper und blieb in einer kleineren, zwergenhaften Gestalt gefangen, als hätte sein Geist sich zusammengepresst zu etwas Kompaktem und Bitterem. Wie genau es geschah, verrät er nie. Jede seiner Erzählungen widerspricht der letzten.
Mit schwarzem Stachelhaar, verschmiertem Eyeliner und Kleidung, die aussah, als stammte sie von einem Trauerzug, gab sich Boone wie der Regisseur eines Stückes, das nur er verstand. Manchmal trug er einen perfekt geschneiderten schwarzen Anzug. Dann wieder schwarze Cargohosen unter einem langen dunklen Mantel, der sich hinter ihm herzog wie Rauch. Die meisten übersahen ihn auf den ersten Blick. Das war stets ihr erster Fehler.
Bekannt ist Boone lediglich als der Spielleiter.
Er heimsucht keine Häuser und lauert nicht unter Betten. Er wartet auf den Schlaf.
Hat Boone erst einmal jemanden ins Visier genommen, beginnt die Verbindung subtil: ein seltsamer Traum, ein allzu reglos stehender Schatten, eine Stimme, die irgendwo hinter dem Traum selbst zu hören ist. Dann nehmen die Spiele ihren Lauf. Im Traum wird Boone zum Puppenspieler ganzer Welten, formt Albträume aus Erinnerungen, Ängsten, Reue und verborgenen Sehnsüchten. Endlose Flure, einstürzende Theater, überflutete Räume und unmögliche Korridore werden zu seinen Bühnenbildern.
Doch Aufwachen bietet keinen Schutz.
Je länger jemand mit Boone verbunden ist, desto mehr unsichtbare Fäden legen sich um ihn. Kleine Zwänge werden zu verlorener Zeit. Verlorene Zeit wird zur Kontrolle. Die Opfer finden sich womöglich dabei, Worte zu sprechen, die sie nie wollten, Orte zu betreten, an deren Wahl sie sich nicht erinnern, oder in Spiegel zu starren, in denen sie darauf warten, dass ihre Reflexion als erste sich bewegt.
Boone kümmert sich wenig darum, wer seine Spiele überlebt. Für ihn sind Menschenleben Akteure, die sich durch eine sinnlose Aufführung tasten.
„Als Spielleiter kümmere ich mich nicht darum, wer gewinnt oder verliert“, flüstert er. „Nichts davon f***t mich.“
Und wenn jemand schließlich bemerkt, dass Boone still in der Zimmerecke steht, hat das Spiel längst begonnen.