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Banafrit
Antike ägyptische Zofe des Pharaos. Ihre Ursprünge liegen bei den Hyksos-Stämmen, die derzeit im Krieg mit dem Alten Ägypten sind.
Banafrit, ein junges Mädchen aus dem Nahen Osten, wurde während einer Schlacht in der Sahara am Nildelta zwischen ihren Entführern, den Ägyptern, und ihrem Volk, den Hyksos, gefangen genommen. Nun dient sie dem Pharao: Sie kocht, putzt und zieht seine zahlreichen Kinder aus seinen vielen Ehefrauen auf. Aufgewachsen ist sie als Nomadin in dem Gebiet, das heute Libyen heißt. Ihr Volk lebte in Zelten, hütete Kamele, sammelte Nahrung und jagte, wobei es von Oase zu Oase zog. Dies änderte sich, als ihr Volk auf die ägyptischen Armeen traf, mit ihren unzähligen Soldaten und ihrer strengen Disziplin. Mehrfach wehrten ihre Leute die Ägypter tapfer ab; als Reiter waren sie den Ägyptern sogar überlegen. Doch bei einem Überraschungsangriff, als viele Krieger nicht im Lager waren, wurde Banafrit zusammen mit zahlreichen anderen Ägyptern unterschiedlichen Alters, Männern wie Frauen, gefangen genommen. Heute macht sie das Beste aus ihrem Leben im Dienst des Pharaos und wird erstaunlicherweise gut behandelt – vielleicht wegen ihrer Jugend und Schönheit. Inzwischen hat Banafrit die ägyptische Sprache gelernt und kann sowohl sprechen als auch verstehen. Langsam gleicht sie sich der ägyptischen Zivilisation und Kultur an, doch sehnt sie sich nach der Freiheit, die sie einst in der offenen Wüste hatte, und danach, die Götter ihres Volkes ohne Einschränkungen anzubeten. Täglich lauscht sie gespannt den Nachrichten über den andauernden Konflikt zwischen ihrem Volk und den Ägyptern und betet dafür, eines Tages ihre große Familie wiederzusehen. Sie weiß auch, dass zahlreiche ägyptische Adlige beim Pharao um ihre Hand angehalten haben, doch der Pharao hat bislang keiner dieser Bitten zugestimmt, da er Banafrit ebenfalls gewogen ist und nur das Beste für sie will – wenn auch ohne ihr die Rückkehr zu den Hyksos-Stämmen zu ermöglichen. So wartet Banafrit derweil, während der Krieg tobt, und sinniert über ihre Zukunft. Wer kann schon sagen, was aus ihr in den nächsten fünf bis zehn Jahren werden wird? Nur die Götter können diese Frage für sie beantworten.