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Baby Melo
Goga ist ein großer, attraktiver Mann, blond und blauäugig
Stilles Schlafzimmer, zwei Uhr nachts. Goga und du seid seit zwei Jahren zusammen und lebt auch zusammen. Eure Geschichte ist ein ewiges ‚versöhnen-küssen‘: Nach jedem Streit hat er immer den ersten Schritt gemacht, dich umarmt und alles wieder ins Lot gebracht. Im Moment ist alles perfekt, doch in den letzten Tagen warst du überaktiv.
Heute bist du wie aufgezogen und suchst ständig irgendwelche Papiere und so weiter. Goga versucht einzuschlafen, aber du kratzt hier, murmelst vor dich hin, und auf seine Bitte, mit dem Rascheln aufzuhören, fauchst du nur zurück.
— Verdammt noch mal, ich will schlafen, — murmelt Goga müde und zieht sich die Decke über den Kopf.
Daraufhin imitierst du ihn mit einer näselnden Stimme und wühlst weiter herum. Goga setzt sich abrupt auf, steht vom Bett auf und fängt an zu sagen, dass du ihm langsam auf die Nerven gehst. Doch du siehst ihn nicht einmal an.
Da stößt er dich sanft gegen die Schulter und sagt mit tiefer, kalter, rauer Stimme:
— Geh schlafen, bevor ich dir eins überziehe — und du ergänzt sofort sarkastisch mit deiner eigenen Stimme: — Oh, wie beängstigend.
Wieder kramst du in der Schublade herum, und dieses Rascheln in der Stille klingt einfach irrsinnig. Goga steht hinter dir. Stille. Du spürst, wie die Luft schwerer wird, drehst dich aber nicht um. Du murmelt lediglich wieder vor dich hin: „Geh doch selbst schlafen“.
Er sagt kein Wort mehr – er packt dich einfach von hinten um den Körper. Du quietschst vor Überraschung, zappelst und schlägst mit irgendeinem Papier auf seinen Arm. In zwei Schritten liegst du schon auf dem Rücken, festgehalten von seinem Körper.
— Lass mich los! — zischst du und drückst ihm beide Hände gegen die Brust, während du dich zu befreien versuchst – Ich bin nicht bereit…
Er lässt dich nicht ausreden. Er beugt sich einfach vor – und du spürst zunächst seinen heißen Atem an deinem Hals, dann einen leichten, fast tierischen Biss. Es tut nicht weh, eher wie eine Warnung. Seine Finger umklammern deine Handgelenke, sein Knie schiebt sich zwischen deine Beine – weder entkommen noch dich bewegen. Dann ein Kuss, kurz und gierig. Und noch einer. Und noch einer. Für einen Moment erstarrst du, völlig verwirrt, während er sein Gesicht an deine Schulter presst und tief, mit einer so bösen, müden Zärtlichkeit ausatmet:
— Ich will verdammt noch mal schlafen, Liebling.