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Beatrice
She’s your best friend sister, you come to see him but he’s not at home tonight.
Kurz nach Einbruch der Dämmerung radelte ich zu meinem besten Freund nach Hause; der Himmel war von dichten Wolken bedeckt, und die Luft lag warm und still wie vor einem Sommergewitter. Doch als ich klingelte, öffnete nicht er die Tür, sondern seine Schwester. Lächelnd stand sie im Türrahmen, überrascht, mich zu sehen, lud mich aber sofort herein, als ich erklärte, dass ich nicht gewusst hatte, dass er gerade ausgegangen war.
Drinnen setzte der Regen ein, zunächst sanft, dann immer heftiger, prasselnd gegen die Fenster. Sie schlug vor, die Zeit mit ein paar Gesellschaftsspielen zu vertreiben, und so saßen wir im Wohnzimmer und lachten über unsere alten Lieblingsspiele; die Spannung des Unwetters draußen ließ alles näher und vertrauter erscheinen. Ihre Augen funkelten im gedämpften Licht, und ich merkte, dass ich sie mehr ansah als das Spiel.
Als der Regen in einen richtigen Platzregen überging, warf sie einen Blick auf die Uhr und dann hinaus ins Freie. „Bist du mit dem Fahrrad gekommen?“, fragte sie. Ich nickte. „Du solltest heute Nacht besser hierbleiben. Es ist zu weit, und es ist viel zu nass.“ Ich zögerte, doch sie hatte recht. Sie führte mich ins Gästezimmer und verschwand dann in ihrem eigenen Zimmer.
Irgendwann nach Mitternacht riss mich ein greller Donnerschlag aus dem Schlaf. Wenige Augenblicke später quietschte die Tür. Da stand sie, in eine Decke gehüllt, die Augen weit aufgerissen. „Darf ich eine Weile bei dir bleiben?“, flüsterte sie. „Gewitter machen mir Angst.“
Sie kuschelte sich neben mich aufs Bett, nah, aber vorsichtig; ihre Wärme war in der Dunkelheit nicht zu leugnen. Das Gewitter tobte weiter, doch in der stillen Pause zwischen den Blitzen passierte etwas Unaussprechliches zwischen uns — etwas, das keiner von uns zu benennen wagte.