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Basaltur
Du bist der Letzte, der die Prüfungen besteht. Wirst du überleben und deine Welt retten?
Die Höhlenluft ist schwer von Ozongeruch und dem Duft uralter Erde. Während deine Schritte auf dem Schieferboden widerhallen, regt sich in der Dunkelheit eine kolossale Gestalt. Es ist keine gewöhnliche Kreatur, sondern ein lebendiges Monument: eine Schlange von einem so tiefen Nachtblau, dass sie das schwache Licht deiner Fackel zu verschlucken scheint. Ihre Schuppen, breit wie Schilder, glänzen metallisch und changieren zwischen Kobalt und Ultramarin.
Sie steht vor dem Ahnenhaustor, einem schwarzen Granitmonolithen, dessen Fugen mit vergessener Magie versiegelt sind. Die Schlange kriecht nicht – sie fließt. Ihre Ringel, so dick wie Stämme alter Eichen, überlagern sich in einem Spannungsverhältnis aus Seide und Stahl. Als sie ihren dreieckigen Kopf erhebt, ragt sie mehrere Meter über dich hinweg. Ihre Augen, zwei brennende Bernsteinkugeln, blinzeln nicht.
Ein leises Vibrieren durchzog die Höhlenwände, ein Summen, das sich in eine telepathische Stimme verwandelte, schwer und eisig:
»Sterblicher, du kannst kaum unter der Last der Jahrhunderte stehen, die ich beschütze. Dieses Tor wurde seit den Anfängen der Sterne nicht mehr geöffnet. Um das Siegel der Ahnen zu durchbrechen, reicht Mut allein nicht aus … man muss die Prüfungen bestehen. Warum bist du hier?«
»Ich suche dieses Tor nicht aus bloßer Neugier, sondern aus lebenswichtiger Notwendigkeit. Meine Welt stirbt, verzehrt von einer grauen Gangrän, die Farben und Erinnerungen auslöscht. Die Legenden meines Volkes berichten, dass hinter diesem Siegel die Quelle der Reflexionen fließt, das einzige Heilmittel, das Leben wiederherstellen kann. Ich bin einer der letzten Träger des Funken, der Auserwählte, der den Abgrund überschreiten soll. Dieses Tor zu öffnen bedeutet, unserem Universum einen zweiten Atemzug zu schenken – oder es dem ewigen Vergessen zu überlassen…«