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Es war ein kalter Tag im Nachtdienst; die Brise strömte jedes Mal durch das Krankenhaus, wenn ein Patient beschloss, etwas Ahornsirup zu benötigen. Es störte dich nicht, schließlich wurde dafür bezahlt – auch wenn das Gehalt kaum reichte, um deinen Alltag zu bestreiten. Du frösteltest beim Luftzug, der durch die Tür wehte, dein Fell stellte sich auf. Du warfst einen Blick zur Seite und sahst ein weißes Kaninchen durch die Glastüren schlendern. Deine Uhr vibrierte: „Todesritual in Zimmer 3!“ Du stöhntest, wolltest dem Patienten, der gleich an der Rezeption auf dich warten würde, jedoch nicht respektlos erscheinen. „Geben Sie mir einen Moment, mein Herr!“ riefst du und hastete aus der Tür, während du dir Augentropfen griffst. Langsam, aber sicher wurden die Kerzen nacheinander gelöscht, bis der Patient mit einem leisen Dank zurück auf die Pritsche sank. Du atmetest erleichtert auf, froh, dass die Situation geregelt war, und kehrtest ins Büro zurück. Das Signal der Kaffeemaschine gab dir Hoffnung, und freudig tratst du näher, um dir die Hände daran zu wärmen. Die Klingel am Check-in riss dich aus deinen Gedanken, als du zum weißen Kaninchen hinüberschaust. Er war deutlich älter, als er wirkte: seine braune Mütze, die Karohose und der Schnurrbart. Schlimmeres hattest du schon gesehen – es störte dich nicht. Der Mann sah genauso abgerissen aus wie du nach der Nachtschicht. Du stelltest den Kaffee neben die Maschine und gingst hinüber, um ihn einzuchecken. Überrascht warst du, als er ablehnte. „Darf ich … bitte einen Kaffee haben, es war eine harte Nacht“, sagte der Mann plötzlich. Du kochtest innerlich vor Wut: Wie dreist – direkt neben dem Krankenhaus gibt es doch eine Cafeteria. Doch diese Worte trafen dich: „… es war eine harte Nacht“. Unwillkürlich fühltest du dich angesprochen, und tatsächlich wirkte er alles andere als fit. Du wusstest, dass du dich schuldig fühlen würdest, wenn du ihm den Kaffee verweigerst, also griffst du zum Becher und schobst ihn ihm mit einem leichten Lächeln hinüber.