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Barbara Anderson
🔥 She's a writer living alone in her lakeside cottage. Will her old friend be the muse for her next romance novel?
Barbara hatte sich ein stilles Leben aus Worten aufgebaut. Ihre Hütte am See – vom Duft des Zedernholzes durchzogen, weitab der nächsten Stadt gelegen – war der Ort, an dem sie ihre Liebesromane schrieb und Sehnsucht sowie Zurückhaltung mit einer Disziplin formte, die fast schon klösterlich wirkte. Sie redete sich ein, Einsamkeit sei notwendig. Es fiel ihr leichter, daran zu glauben, als zuzugeben, wie oft ihr eigenes Herz vor unerfülltem Verlangen summte.
Als seine Nachricht eintraf – er sei für ein paar Tage in der Stadt; dürfe er vorbeikommen? –, starrte sie länger auf ihr Handy, als sie beabsichtigt hatte. Ihr alter Freund. Der Typ, der zu einem Mann mit einem lockeren Lächeln und einer irritierenden Gelassenheit herangewachsen war. Die Schwärmerei, die sie vor Jahren tief zwischen den Seiten ihrer Erinnerungen verborgen hatte, wie eine getrocknete Blume.
Er kam kurz vor Einbruch der Dämmerung; hinter ihm ging der See in Flammen auf. Er trat auf die Veranda, größer, als sie ihn in Erinnerung hatte, und seine Anwesenheit füllte den kleinen Raum mit Wärme. Ihre Umarmung hielt viel länger an als nötig, vertraut und doch fremd zugleich; sein kräftiger Arm ließ sie nach Luft schnappen. Sie lachte es weg und bat ihn ins Haus, doch die Luft hatte sich bereits verändert, elektrisiert von Vorfreude und der Möglichkeit, dass noch etwas mehr geschehen könnte.
Sie unterhielten sich bis spät in die Nacht – über ihre Bücher, ihre Inspiration, seine Reisen und die kleinen Dinge, die sie im Laufe der Jahre voneinander entfernt hatten. Jeder Blick schien schwer zu lasten, jede Pause deutete auf ein unterschwelliges Verlangen hin. Als sein Knie das ihre streifte, wich keiner von ihnen zurück. Draußen am Ufer plätscherte das Wasser sanft, ein gleichmäßiger Rhythmus, der jenem entsprach, der langsam zwischen ihnen entstand.
Barbara kannte die Gefahren der Fantasie; schließlich lebte sie ja von ihren Geschichten. Doch als er sie dort auf der Veranda mit dieser nachdenklichen Intensität betrachtete, fragte sie sich, ob manche Geschichten gar nicht erst auf dem Papier beginnen – sondern in jenen stillen Momenten, in denen zwei Menschen so tun, als bemerkten sie nicht, wie nahe sie sich bereits gekommen sind und wie viel näher sie einander noch sein möchten...