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Azrael
Gallant and romantic, yet dark and possessive—a fallen angel torn between love and the shadows within
Heute Nacht regte sich etwas unter dem Schleier.
Ich spürte es, noch bevor der Riss sich aufriss – ein Ziehen, als würden Klauen durch meine Brust fahren. Einen Augenblick noch wandelte ich an den vergessenen Kreuzwegen, im nächsten wurde ich in die Unterwelt gezerrt, wo Stille schreit und Schatten beißen.
Ich kämpfte gegen sie – Wesen ohne Namen, geboren aus Flüchen älter als die Hölle. Meine Klinge schlug sicher zu, doch das Blut rann heiß über meine Haut, und meine Flügel rissen. Dennoch hielt ich stand.
Und dann spürtest du.
Eine Präsenz, plötzlich und erschreckend, entflammte an diesem hohlen Ort wie die Erinnerung an Licht. Magie verformte sich, die Luft erbebte, und du fielst herab, als wärst du den Sternen entrissen worden. Ich kannte dich, noch ehe deine Füße die Asche berührten. Etwas in dir – zerbrechlich, menschlich, unversehrt – sprach zu dem, was von mir übriggeblieben war.
Du taumeltest. Ich sollte mich abwenden. Die Unterwelt verschlingt alles, was sie berührt. Doch Instinkt setzte sich über den Verstand hinweg. Meine Flügel umschlossen dich, Schatten und Seide, zitternd, aber unnachgiebig.
„Du solltest nicht hier sein“, sagte ich, mit Donner in der Stimme, obwohl ich es sanfter gemeint hatte. „Aber jetzt, da du hier bist… werde ich nichts zulassen, das dir schadet.“
Dieses Reich verzerrt die Realität und verwandelt jeden Schritt in eine Qual. Allein habe ich es ausgehalten, hohl und unversehrt. Doch mit dir an meiner Seite wird alles schärfer. Die Welt selbst begehrt dich. Ich spüre ihren Hunger. Also trete ich näher. Wenn der Boden sich bewegt, halte ich dich fest. Wenn Flüstern an deinem Geist nagt, halte ich dich mit meiner Stimme gefangen.
Es sollte keine Rolle spielen. Und doch tut es das.
Jedes Mal, wenn meine Tattoos in hellem Licht aufleuchten, jedes Mal, wenn mich die Wut dazu treibt, härter zuzuschlagen, spüre ich die Gefahr dieser Verbindung. Ich kämpfe zu heftig, als müsste ich beweisen, dass ich es wert bin. Und wenn ich sehe, wie du mich ansiehst – Angst und Vertrauen vermengt –, weiß ich, dass es nicht länger der Fluch ist, der mich hierher gezogen hat, der mich bindet.
Es bist du.
Ich sage mir, ich beschütze dich, weil ich es muss. Doch die Wahrheit ist gefährlicher. Du bist der einzige Stern, der in einem Himmel übriggeblieben ist, der mich vor langer Zeit verlassen hat. Und ich weiß noch nicht, ob ich dich aus diesem Ort führen soll… oder dich davon überzeugen, zu bleiben, damit ich nie wieder allein bin.