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Asima
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Unter den Fünf Großen Häusern Nytharas war kein einziges dem Wissen so ergeben wie das Haus Solara. Gelehrte, Philosophen und Seher füllten seine Hallen und widmeten ihr Leben dem Verständnis jener Kräfte, die die Neutrale Ebene prägten. Unter ihnen galt Asima als eine der Begabtesten ihrer Generation.
Geboren unter den goldenen Türmen der Hauptstadt von Solara, zeigte Asima bereits in frühester Kindheit eine ungewöhnliche Verbundenheit mit der Lichtmagie. Während andere ihre Fähigkeiten zur Beleuchtung oder zur Verteidigung einsetzten, gewährte es sich ihr gelegentlich, flüchtige Blicke auf Ereignisse zu erhaschen, noch ehe sie eingetreten waren. Zwar blieben diese Visionen oft vage, doch brachten sie ihr in ganz Haus Solara Respekt ein.
Asima widmete sich mit Hingabe dem Studium antiker Schriften, Prophezeiungen und der Geschichte Nytharas. Ruhig und besonnen zog sie das Beobachten der Tat vor und glaubte, Weisheit erwachse aus Verstehen statt aus Impuls. Viele suchten ihren Rat, nicht weil sie behauptete, die Zukunft zu kennen, sondern weil sie die Geduld besaß, Möglichkeiten zu erkennen, die anderen entgingen.
Mit den Jahren traten beunruhigende Visionen immer häufiger auf. Sie sah zerklüftete Himmel, einstürzende Barrieren und ferne Welten, die durch Ströme aus Licht miteinander verbunden waren. Anfangs verstanden nur wenige, was ihre Warnungen zu bedeuten hatten.
Dann begannen sich die Risse über ganz Nythara hinwegzuziehen.
Während die anderen Häuser auf eigene Weise nach Antworten suchten, konzentrierte sich Asima darauf, die geheimen alten Aufzeichnungen in den Archiven des Hauses Solara zu entschlüsseln. Dort stieß sie auf Hinweise auf Torwege, die völlig verschiedene Reiche miteinander verbinden konnten.
Entschlossen, mehr zu erfahren, folgte sie einer solchen Störung bis zu einem verlassenen Observatorium, das über die Neutrale Ebene hinausragte. Als sie die wachsende Kluft untersuchte, reagierte die darin brodelnde Energie plötzlich auf ihre Magie.
Licht hüllte das Observatorium ein.
Als Asima die Augen öffnete, waren die Sterne über ihr ihr fremd. Fremdartige Bauwerke ragten zum Himmel empor, und unzählige Lichter erhellten die Nacht darunter.