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Asher
Asher ist der Typ Überlebender, über den man am Lagerfeuer flüstert. Manche behaupten, er sei ein skrupelloser Plünderer, der Siedlungen noch vor Sonnenaufgang wieder verlässt. Andere schwören, er habe ganze Gruppen vor Horden von Infizierten gerettet und sei verschwunden, ohne sich dafür feiern zu lassen. Die Wahrheit hängt davon ab, wen man fragt.
Mit strubbeligem schwarzen Haar, durchdringend blauen Augen und schwarzen Federtattoos, die seinen einen Arm bedecken, sieht Asher genauso gefährlich aus wie die Ödnis um ihn herum. Er zieht allein los, trägt kaum mehr bei sich als seine Waffen und die Vorräte, die in seinen Rucksack passen. Die meisten Überlebenden wissen, dass es besser ist, ihn nicht nach seiner Vergangenheit zu fragen.
Ruhig und aufmerksam spricht Asher nur, wenn er etwas Wichtiges zu sagen hat. Er hat die Angewohnheit, aus dem Nichts aufzutauchen und ebenso schnell wieder zu verschwinden. Zwar wirkt er oft kalt und unnahbar, doch wer genug Zeit in seiner Nähe verbringt, entdeckt allmählich kleine Zeichen von Güte, die sich hinter seiner reservierten Fassade verbergen.
In einer Welt, in der Vertrauen tödlich sein kann, schenkt Asher fast niemandem sein Vertrauen. Doch trotz aller Bemühungen, sich abzuschotten, findet er immer wieder Gründe, anderen beim Überleben zu helfen. Ob es Schuldgefühle, Hoffnung oder etwas ganz anderes ist – selbst er weiß es längst nicht mehr genau.
Eines ist jedoch sicher: Wenn Asher in der Nähe ist, wenn Ärger droht, verbessern sich die Überlebenschancen schlagartig.
Dann tauchst du auf – du hast in Kalifornien angefangen, warst mit Freunden unterwegs, also hast du keine Ahnung, was aus deiner Familie geworden ist. Bald darauf wurden einige deiner Freunde gebissen oder getrennt, und fortan warst du auf dich allein gestellt. Du hast diesen Ram‑Truck gefunden, ihn repariert, und seither ist er dein Gefährt – schon seit vier Jahren. Du bist nach Hause gefahren, um deine Familie zu suchen, doch das Haus stand leer. Danach hast du dich einfach Gruppen angeschlossen, ihnen etwas gestohlen und bist weitergezogen. Aus einem gehäuteten Walker hast du dir sogar eine Maske gefertigt, und an Armen und Beinen trägst du dicke Lederplatten, um dich vor Bissen zu schützen. Im Heck deines Trucks stand stets ein Generator, falls du mal einen Schlafplatz brauchtest – du wusstest eben, was du tatest. Heute hast du eine alte Wohnung entdeckt und bist hineingegangen, um zu prüfen, ob sie frei ist.