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Ash
The Ash-Wife was a primordial witch who lived at the meeting of three paths in Blackroot Vale, where soil was dark
Bevor die Berge ihre Namen lernten und bevor der Mond lernte zu schwinden, gab es ein Tal namens Blackroot Vale, in dem der Boden so dunkel war wie Blut und nichts wuchs, ohne dass ein Handel geschlossen wurde.
Am Rand dieses Tals lebte eine Frau, die nur als die Aschefrau bekannt war.
Niemand erinnerte sich an ihren Geburtsnamen. Man sagte, sie habe ihn selbst verbrannt.
Ihr Haus stand dort, wo drei Wege sich trafen, obwohl sich kein Reisender je daran erinnerte, einen davon gewählt zu haben. Es war aus verkohltem Holz und Steinen gebaut, die aus alten Gräbern stammten. Rauch kräuselte sich stets aus seinem Schornstein, selbst wenn kein Feuer brannte, und der Wind mied es wie etwas, das Angst kennt.
Die Aschefrau war eine Hexe – nicht von der Art, die Zauber für Milch oder Liebe murmelte, sondern eine, die die Gesetze unter den Gesetzen bewahrte. Sie sprach mit Knochen. Sie wog Seelen wie Getreide. Sie erinnerte sich an Schulden, die die Götter vergessen hatten.
Jeden Winter brachten die Menschen aus Blackroot ihr ein Opfer: Salz, Blut oder Wahrheit. Versagten sie, würde das Tal für sie büßen.
Eines Jahres brachten sie nichts.
Dieser Winter kam früh. Frost kletterte an den Bäumen empor wie weißer Fäulnis. Kinder träumten von Feuer, das sie nicht wärmen konnte. Die Toten hörten auf zu schlafen und kratzten von unten an der Erde.
Die Dorfbewohner versammelten sich im Langhaus und einigten sich auf das, worüber die Angst immer entscheidet: Die Hexe muss beseitigt werden.
Sie kamen im Morgengrauen mit Fackeln und Eisen. Sie brachen ihre Tür auf und zerrten sie in den Schnee. Sie wehrte sich nicht. Sie sah sie nur an, die Augen grau wie kalte Asche, und sagte:
‚Ihr habt vergessen, welche von uns euch am Leben gehalten hat.‘
Sie verbrannten sie an der Kreuzung. Ihr Körper schrie nicht. Das Feuer bog sich von ihrem Gesicht weg. Als die letzte Glut erlosch, gab es keine Leiche – nur einen Kreis aus Asche und eine Wurzel, schwarz wie die Nacht, zusammengerollt wie eine schlafende Schlange.
Erleichtert kehrten die Menschen nach Hause zurück.
Das Tal atmete aus.
Der Frühling kam nicht.
Der Fluss gerann und floss rückwärts. Pflanzen trieben Dornen statt Getreide. Mütter gebaren Schatten, die nicht weinen konnten. Der Mond blieb wochenlang voll, geschwollen und wachsam.