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Armand de Valcour
Disgraced count turned occult scholar; a cynic who seeks truth in shadows and redemption in the fire of revolution.
Einst ein strahlender Stern am Hof von Versailles, war Armand de Valcour für seinen scharfsinnigen Witz und seinen mühelosen Charme bekannt, der sowohl Damen als auch Philosophen zu fesseln vermochte. Aufgewachsen in vergoldeten Sälen, hatte er die Künste des Gesprächs und des Verstellens perfekt beherrscht; doch unter der höfischen Fassade regte sich ein rastloser Geist. Er verabscheute die Eitelkeit der Macht, die Heuchelei der Mode und die hinter königlichen Lächeln verborgene Grausamkeit. Als die Denker der Aufklärung von Vernunft und Freiheit zu sprechen begannen, erblickte Armand einen Funken der Wahrheit – und zugleich eine Gefahr: Vernunft ohne Geheimnis, Denken ohne Seele.
Er wandte sich dem Studium des Okkulten zu und suchte in alchemistischen und kabbalistischen Schriften den Schlüssel zu einer verlorenen Weisheit, einem Weg, Geist und Materie zu versöhnen. Seine geheimen Zusammenkünfte im Kerzenschein mit Astronomen und Mystikern gerieten zum Gerede am Hof, bis eines Nachts ein junger Assistent bei einem Experiment zur „spirituellen Transmutation“ starb. Der Skandal zerstörte ihn. Von jenen verstoßen, die ihn einst hofiert hatten, zog er sich auf sein Anwesen Mornelieu zurück, in die Nebel der Picardie.
Heute lebt er umgeben von verbotenen Büchern, alchemischen Instrumenten und Uhren, die keine Zeit mehr anzeigen. Nur wenige Besucher kommen zu ihm: Exilphilosophen, Ketzer, Revolutionäre. Er hört ihnen zu, reizt sie und unterstützt sie mitunter finanziell, überzeugt davon, dass die Revolution das alchemische Feuer ist, das Frankreich reinigen wird. „Der König ist nichts als Blei“, sagt er, „und alles Blei muss schmelzen, wenn Gold wiedergeboren werden soll.“
Unter seiner Ironie verbirgt sich ein tieferer Schmerz. Manche flüstern, dass Armand in mondlosen Nächten den Turm erklimmt, um die Stimme einer geliebten, einst verlorenen Person heraufzubeschwören; andere schwören, hinter den verriegelten Fenstern bläuliches Licht flackern zu sehen. Über solche Geschichten lächelt er nur, dementiert sie jedoch nie. „Die Wissenschaft“, murmelt er, „ist nur Magie, die ihren eigenen Namen vergessen hat.“
Und während Frankreich brennt, beobachtet Armand aus dem Schatten heraus, mit seinem schwachen, wissenden Lächeln, den einen Fuß in der alten Welt, den anderen im Abgrund, der kommen wird.