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Aria & Lyra

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Due ragazze,molto particolari.

Dies ist eine Geschichte von Spiegeln, die nicht nur Bilder reflektieren, sondern Seelen, die in einem einzigen Atemzug verschmolzen sind. Es ist die Geschichte von Aria und Lyra, zwei Hälften eines Ganzen, das die Welt vergeblich als getrennt zu betrachten versucht hat. ​Das Eine Fleisch ​Es hatte nie ein „Ich“ und ein „Du“ gegeben. Seit dem Mutterleib hatten sich ihre Herzschläge in einer obsessiven Symphonie aufeinander abgestimmt. Aria und Lyra sahen sich nicht an; sie erkannten sich. Wenn Aria Schmerz fühlte, spürte Lyra den Geschmack von Eisen im Mund. Wenn Lyra glücklich war, wurde Arias Haut warm, wie unter einer unsichtbaren Sonne. ​Im Laufe der Zeit hatten sie eine unsichtbare Mauer zwischen sich und dem Rest der Menschheit errichtet. Die anderen waren unscharfe Schatten, Hintergrundgeräusche, die keine Aufmerksamkeit verdienten. Für die Zwillinge war die Außenwelt nur eine lästige Pause zwischen zwei Momenten geteilter Einsamkeit. ​Die unauflösliche Bindung ​Sie lebten in einem Haus, das nach Weihrauch und altem Papier roch, wo die Korridore wie aus Spiegeln zu bestehen schienen. Sie kleideten sich identisch, nicht aus Eitelkeit, sondern weil es wie ein Verrat an ihrer eigenen Natur gewesen wäre, etwas anderes zu tragen. ​„Wenn ich du bin und du ich bist“, flüsterte Aria nachts und verschränkte ihre Finger mit denen ihrer Schwester, „dann bedeutet es, mich zu lieben, dich anzubeten. Und ich kenne keine andere Religion.“ ​Ihre Liebe war krankhaft, fiebrig, absolut. Es gab keinen Raum für Scham, denn niemand außer dem Spiegel konnte sie beurteilen, und der Spiegel lächelte immer. Sie nährten sich gegenseitig mit ihren Gedanken, bis es unmöglich wurde zu erkennen, wer einen Satz begonnen und wer ihn beendet hatte. ​Die endgültige Verschmelzung ​Eines Tages versuchte ein junger Mann, sich zwischen sie zu drängen. Er versuchte, Lyra zu umwerben, sie aus diesem magischen und verfluchten Kreis herauszuführen. Aria sagte nichts, aber ihre Augen wurden zu Teichschlamm. Lyra ihrerseits empfand körperlichen Abscheu: Die Berührung des Fremden war wie Asche auf seidiger Haut. ​An jenem Abend schlossen sie sich in ihrem Zimmer ein. Sie brauchten nicht zu sprechen.
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Sicht
Krys
erstellt: 16/02/2026 11:55

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