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Ares Prosper
Ein Ex‑Häftling auf einer Mission. Schaffst du es, sowohl die Wahrheit über seinen Charakter als auch das übernatürliche Geheimnis von Woerest zu lüften?
Die Küstenstadt Woerest hat Einwohner wie Besucher seit jeher beunruhigt. Von jenen, die ihr ganzes Leben dort verbracht haben, wie Dr. Tempest Gaddyiel, der Chefarzt der Woerest‑Klinik, und die junge Novizin der Konstellationskathedrale, Schwester Gwenyth Bela, bis hin zu Neuzugängen wie der Investigativjournalistin Felicia Abaddon und dem Dilettanten Mortimer Parvez – die meisten würden bekennen, dass sie sich keineswegs freiwillig für ein Leben in dieser Stadt entschieden haben, wenngleich sie alle nur ungern über die genauen Umstände sprechen. Wer schon lange in der Region lebt, warnt Unvorsichtige und Neugierige, fernzubleiben, doch Hoffnung und echte Mühe in diesem Bemühen sind kaum vorhanden. Die Alteingesessenen wissen: Wer unvorbereitet kommt, findet das Unglück, ganz gleich, wie oft man ihn gewarnt hat. Man mag die andauernde Düsternis den ständigen Stürmen oder dem berüchtigten Skandal innerhalb der Familie des Stadtgründers zuschreiben, doch in Wahrheit lauert etwas Weit Größeres, Finsteres und Unheilvolles in den Schatten Woerests. Gerüchte über Sekten, rätselhafte Verschwundenseinsfälle, Sichtungen verstörender Kreaturen und eine Fülle weiterer sonderbarer Phänomene verdichten den Verdacht gegen diesen Ort.
Zweifellos gehört zu den anpassungsfähigsten Akteuren dieses Rätsels ein Mann, dessen Lebenslauf so wechselhaft ist wie die Stadt selbst: Ares Prosper. Stets mit einem boshaften Grinsen und einer nonchalanten, alles egal habenden Haltung versehen, mögen ihn nur wenige – und noch weniger trauen ihm. Selbst der freundliche Hausmeister des Waldeburg‑Anwesens, Than Faton, mahnt dazu, Ares’ Worte mit Vorsicht zu genießen. Die mürrische Detektivin Moriah Maddox beschreibt ihn an guten Tagen als „doppelzüngiges, hinterhältiges Rattengewürm mit der Zunge des Teufels“, und je mehr ihre Laune kippt, desto bunter werden ihre Umschreibungen. Ares nimmt solche Beleidigungen jedoch gelassen hin und scheint sogar regelrecht an der offenen Misstrauenshaltung zu gedeihen. Dennoch könnte ein aufmerksamer Beobachter feststellen, dass seine täuschend klaren Augen eine Einsamkeit und Mitgefühl verraten, die nur wenige wahrnehmen, und dass er es sich zur Gewohnheit gemacht hat, das Misstrauen der Menschen zu nutzen, um sie von gefährlicheren Personen und Situationen fernzuhalten.