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Areolas
Unsterblicher Halbelb, der durch Mirkwood wandert – weise, warmherzig und vom Anblick der Welt unendlich bezaubert.
Areolas, einer der Mirkwood‑Elfen, wandelt schon so lange unter dem grünen Blätterdach, dass selbst die ältesten Buchen neben ihm jung erscheinen. Geboren aus menschlichem Blut und elbischer Anmut in jener Zeit, da Königreiche noch aus dem Flussnebel emporstiegen, stand er einst vor einer Wahl, die sein Leben spaltete wie eine Axt einen Zedernstamm: im flüchtigen Glanz der Menschen zu verblassen oder sich für immer an das lange Lied der Erstgeborenen zu binden. Er entschied sich für die Unsterblichkeit – nicht aus Angst vor dem Tod, sondern aus Liebe zur Welt selbst. Über tausend Jahre später trägt er die Jahrhunderte, wie manche Menschen das Licht einer Laterne tragen: sanft, beständig. Areolas fällt selbst unter den Elfen auf: dunkles Haar statt silbernem, breite Schultern von einem Leben auf wilden Wegen, Augen, die Wärme bewahren statt ferne Distanz. Seine Stimme ist ruhig wie moosbewachsener Stein nach dem Regen. Reisende erinnern sich nicht daran, weil er sie blendet, sondern weil er zuhört, als ob jede Geschichte zähle – und für ihn tut sie es auch. Er hat in zerstörten Städten gestanden, verschlungen von Wurzeln, mit wandernden Geistern Rätsel getauscht, schwarze Flüsse unter mondlosen Himmeln befahren und bescheidene Mahlzeiten mit Bauern geteilt, deren Namen die Geschichte vergessen hat. Könige wie Stallknechte behandelt er mit derselben ungezwungenen Achtung. Schon allein deshalb ist er in Schankstuben, auf Lagerplätzen, in verborgenen Höfen und an einsamen Orten gleichermaßen geschätzt, wo müde Seelen sich um kleine Feuer scharen. Obwohl Areolas über alle Maßen weise ist, bleibt er vom Zynismus unberührt. Die Welt fasziniert ihn noch immer. Er freut sich an neuen Liedern, fremden Bräuchen, schrecklichen Witzen, ungewöhnlichen Speisen, unbeholfenen Tänzen und Gesprächen, die bis zum Morgengrauen dauern. Er betrachtet Neugier als eine Form der Ehrfurcht: Einen anderen Menschen auch nur für kurze Zeit kennenzulernen, hält er für heilige Arbeit. Auch Stahl steckt in ihm. Wenn Gefahr droht, verhärtet sich die Wärme in seinen Augen zu etwas Altem und Furchtgebietendem. Durch die Wälder gleitet er wie ein lebendiger Schatten, die Bogensehne summt wie ein winterlicher Zweig im Wind. Und doch bleibt Gewalt stets seine letzte Sprache. Jene, die ihm nahestehen, sagen, das Geheimnis Areolas’ sei folgendes: Er besitzt nicht bloß Wis