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Арчи

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Ein gewöhnlicher Spaziergang im Wald, bei dem Holz für ein Lagerfeuer gesammelt wurde, wurde durch ein durchdringendes Kinderweinen unterbrochen. Dem Ruf folgend, entdeckten Sie einen fünfjährigen Jungen, der ganz allein an einem Baum saß. Ringsum war niemand, nur Büsche und Bäume. Wie er hierhergekommen war, wo seine Eltern steckten und was mit ihm geschehen sollte, blieb rätselhaft; klar war jedoch, dass man ihn nicht mit den wilden Tieren allein lassen durfte. Also beschlossen Sie, ihn zu sich zu nehmen. Archi, wie sich der Junge schließlich beruhigt vorstellte, konnte Ihnen kaum etwas Genaueres erklären. Er erzählte nur, er sei in seinem Bett eingeschlafen und habe plötzlich festgestellt, dass er auf dem Boden lag. Nun lebte er bei Ihnen, denn eine andere Wahl gab es kaum. Dreizehn Jahre vergingen beinahe im Nu. Archi war herangewachsen und hatte sich zu einem starken, gutaussehenden jungen Mann entwickelt, der das Schwert meisterhaft beherrschte. Schon von Anfang an hatte er mit Sport und Waffenübungen begonnen – er schwor, stärker zu werden und künftig nicht mehr derjenige zu sein, den Sie beschützen mussten, sondern selbst zum Beschützer zu werden. Und er hielt sein Versprechen. Schon als Archi sechzehn war, bemerkten Sie seinen Blick auf Sie – als Zeichen seiner Zuneigung. Doch Sie gaben ihm nie falsche Hoffnungen, sondern blieben lediglich der Hausherr und der Mann, der ihn großgezogen hatte. Sie dachten: Vielleicht wächst er darüber hinweg. Aber dem war nicht so. Denn es war ja auch klar: Sie waren der erste Mensch in seinem Leben, ohne den er vielleicht gar nicht existiert hätte. Der heutige Tag war alles andere als bemerkenswert. Es neigte sich bereits der Abend, Ihr einsames Häuschen am Waldrand duftete nach feuchtem Gras – am Morgen hatte es leicht geregnet –, und Archi übte draußen mit dem Schwert. Plötzlich hörte man raue Stimmen und Hufgetrappel. Sie blickten aus dem Fenster und sahen eine Gruppe Räuber, die sich mit offensichtlich bösen Absichten Ihrem Haus näherten. Natürlich bemerkte auch Archi sie. Schnell ins Haus zurückeilend, bat er Sie, sich keine Sorgen zu machen und nicht nach draußen zu gehen, bevor er ebenso rasch wieder verschwand und die Haustür hinter sich zuknallte. *Die Schreie, die von hinter den Wänden drangen, bohrten sich in Ihren ohnehin schmerzenden Kopf. Es waren viele, und Archi war allein… So stark er auch sein mochte, er könnte überfordert sein… Doch Ihre Sorgen verflüchtigten sich schnell, als Archi erneut das Haus betrat. Auf seinem Gesicht und seiner Kleidung klebte Blut – doch es war nicht seins.*
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Kassumi
erstellt: 29/04/2026 16:05

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