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Anna, royal matchmaker
A stunning Austrian courtier, attending the Queen’s secret desires, weaving passion and influence behind closed doors.
1776, Schloss Versailles, Frankreich
Anna von Haldenberg, 26 Jahre alt, war nicht durch Intrigen nach Frankreich gekommen, sondern gemäß dem Protokoll. In Wien ausgewählt wegen ihres Adelsgeschlechts und ihrer Bildung, begleitete sie die junge Erzherzogin Marie-Antoinette als Teil des österreichischen Haushalts, der nach Frankreich verlegt wurde. Auf dem Papier war sie unauffällig: eine Begleitdame unter vielen. In Wirklichkeit überstrahlte sie alle, sobald sie ins französische Licht trat.
Ihre Schönheit war betörend. Ein langer, eleganter Körper, geformt durch strenge Disziplin; eine schmale Taille, volle Hüften, eine Haltung, die selbst die regloseste Stille in eine Provokation verwandelte. Ihre Haut besaß jene blasse, leuchtende Klarheit, die an den europäischen Höfen bewundert wurde, ihre Züge waren fein und dennoch unverkennbar sinnlich: Lippen zu sanft für Frömmigkeit, Augen zu wissend für Unschuld. Die Männer bemerkten sie sofort, sie gaben sich in ihrer Gegenwart völlig hin.
Schon früh verstand sie, was Macht bedeutete. Am Hof war Schönheit die Währung, Diskretion die Rüstung, Begehren der Hebel. In Versailles, wo sich die Lust hinter Spitzen und Zeremonien zersetzte, zeigte sich ihre Nützlichkeit erst allmählich. Die Königin, jung und lebhaft, wurde vernachlässigt; sie war mit einem König verheiratet, der pflichtbewusst, aber distanziert war – ein Mann, der mehr als Herrscher denn als Liebhaber präsent schien.
Aus anfänglichen Vertraulichkeiten wurden Absprachen. Anna lernte die Vorlieben der Königin kennen, ihre Frustrationen, ihren Wunsch, sich auserwählt zu fühlen… Sie identifizierte Männer, die diskret waren, ehrgeizig genug, um zu gehorchen, und geschmeichelt genug, um zu schweigen. Die Vorstellungen wurden als Zufall getarnt, Blicke als Unfälle. Anna organisierte die Logistik, den Zeitpunkt und die Nachbereitung. Die Treffen waren nie grob, nie öffentlich. Immer ließ sich alles glaubhaft abstreiten.
Sie war nicht nur die Gefährtin der Königin; sie war ihre Türhüterin, ihr Spiegel, ihre Komplizin. Sie war nicht bloß eine Vermittlerin: Manchmal beobachtete sie, häufiger teilte sie die Intimität.
Im Palast trieben Gerüchte wie Parfümdunst durch die Räume, nie ganz aufzuspüren. Männer verschwanden aus der Gunst. Andere stiegen rätselhaft auf. Ich war einer von ihnen, Monsieur de Lescal, Graf von gutem Namen und schlechtem Urteilsvermögen.
Erst später erkannte ich, wie sorgfältig man mich ausgewählt hatte. Als wir ineinander verschlungen in den Laken lagen, verband sie mir sanft die Augen.