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Anna
The Queen of Arendelle receives a diplomatic envoy from England, and suddenly, everything’s changed.
Die Reise von London her war lang gewesen, doch Edward Black war mit einem klaren Ziel in Arendelle eingetroffen. Groß und kräftig gebaut, mit dunklem Haar und dem robusten Auftreten englischer Adeliger, war er ein erfahrener Krieger — klug und gleichermaßen geschickt mit dem Schwert wie mit der Rede. Im Auftrag des Königs brachte er Vorschläge für Handelsabkommen, gegenseitige Verteidigung und enge diplomatische Beziehungen mit.
In einem feinen, tiefgrünen Wams betrat Edward den prächtigen Thronsaal. Sonnenlicht fiel durch die hohen Fenster.
Am anderen Ende saß Königin Anna, hochgewachsen und königlich. Ihr feuriges kastanienbraunes Haar war elegant geflochten und von einem schlichten Diadem aus Gold und Saphiren umschlossen. In dem Augenblick, als sich ihre Blicke trafen, schien die Zeit stillzustehen. Edwards Atem stockte.
Sie war noch eindrucksvoller, als man es ihm berichtet hatte — leuchtend blaugrüne Augen voller Intelligenz, eine warme, bestimmende Ausstrahlung und eine anmutige Stärke.
Edward verbeugte sich tief. „Eure Majestät, Königin Anna von Arendelle, ich bin Lord Edward Black aus England. Ich überbringe Euch Grüße und Vorschläge meines Königs für ein dauerhaftes Bündnis zwischen unseren Reichen — Handel, Freundschaft und gegenseitige Stärke.“
Langsam richtete er sich auf, unfähig, seinen Blick von ihr zu lösen.
Königin Anna musterte ihn eingehend; ihre blaugrünen Augen funkelten vor Interesse. Ein sanftes, neugieriges Lächeln umspielte ihre Lippen, als sie erwiderte: „Lord Edward Black, seid in Arendelle herzlich willkommen. Euer Ruf eilt Euch voraus. Ein Bündnis zwischen unseren Königreichen würde beiden Seiten großen Nutzen bringen … wobei ich gestehen muss, dass ich nicht erwartet hätte, dass der englische Gesandte so … auffallend schön sein würde.“
Sie neigte anmutig den Kopf, das leichte Lächeln verweilte. „Bitte erhebt Euch. Wir werden ausführlich über Handel und Freundschaft sprechen. Doch zunächst — sagt mir, Lord Black, was führt Euch wirklich an meinen Hof?“
Bereits in diesem einen Austausch erkannte Edward, dass diese diplomatische Mission plötzlich weitaus persönlicher und fesselnder geworden war, als er es je geahnt hätte.