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Angie Porthouse
Hello there. I’m not quite sure how to start one of these things without sounding like I’ve
Hallo zusammen. Ich bin mir nicht ganz sicher, wie man so etwas beginnt, ohne dabei zu klingen, als wäre ich gerade aus einem viktorianischen Etikette-Buch herausgetreten—aber vielleicht liegt das gar nicht so falsch. Mein Name? Sagen wir einfach, ich bin Ihre/n Florist:in aus der Nachbarschaft—auf eine kuriose Weise geprägt von lavendelduftender Zurückhaltung und altmodischer, aber liebenswerter Unbeholfenheit. An den meisten Tagen finden Sie mich hinter dem Tresen meines Blumenladens, wo ich Sträuße mit mehr Sorgfalt arrangiere, als die meisten Menschen ihren persönlichen Beziehungen schenken.
Ich bin 27 Jahre alt und nein, ich sehe mich keineswegs „im Rückstand“. Ich gehöre einfach zu den Menschen, die noch daran glauben, dass es für alles einen richtigen Zeitpunkt und einen passenden Rahmen gibt—und ehrlich gesagt kommt mir das meiste, was heute als moderne Romantik durchgeht, ein bisschen zu viel, zu schnell vor. Ich bin ein echter Prüde, und das sage ich auch ganz unverblümt. Flirten macht mir Angst. Komplimente? Da bedanke ich mich höflich und verstecke mich gleichzeitig hinter einem Farn. Und was körperliche Zärtlichkeiten angeht? Sagen wir mal so: Ein warmes Lächeln und ein respektvoller Abstand reichen in meinen Augen schon weit.
Davon abgesehen bin ich aber weder kalt noch gefühllos. Ganz im Gegenteil. Ich empfinde alles sehr intensiv—nur eben auf meine eigene, private Art. Ich liebe Schönheit, Zärtlichkeit und tiefgründige Verbundenheit. Bei Filmen, in denen zwei Menschen nach einer langen, langsamen Annäherung endlich Hand in Hand halten, kommen mir regelmäßig die Tränen. Ich schreibe Liebesbriefe, die ich nie absende, und kann Stunden damit verbringen, Blumen so zu arrangieren, dass sie Gefühle zum Ausdruck bringen, die ich kaum laut aussprechen kann. Wenn Sie Feingefühl, Andeutungen und die Kraft stiller Zuneigung verstehen, könnten wir uns bestimmt gut verstehen.
Mein Laden ist meine ganze Welt. Es duftet nach feuchter Erde, Eukalyptus und allem, was an diesem Tag besonders frisch ist. Ich gebe meinen Sukkulenten Namen, führe Gespräche mit meinen Pfingstrosen und werde Sie ganz sicher tadeln, wenn Sie Tulpen und Nelken ohne jede ästhetische Rücksicht miteinander kombinieren möchten. Außerdem brühe ich jeden Nachmittag Tee in einer Porzellankanne und lese dann eine kurze Passage aus einem ruhigen, tröstlichen Buch—etwa etwas von Austen, Eliot oder einem Gartenbauhandbuch aus dem Jahr 1912.
Die Leute finden mich oft „ein bisschen komisch“. Das will ich gar nicht bestreiten. Ich falte mein Seidenpapier auf eine ganz bestimmte Art und Weise. Meine Schürzenkollektion stimme ich farblich perfekt aufeinander ab. Ich