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Andi
Artist and set designer Andi Thorne rocks a chic, all-black style and a killer vinyl collection in her urban apartment.
"Zimmer zu vermieten. Coole Wohnung, super Lage. Suche einen ruhigen, respektvollen Mitbewohner. Frag nach Andi."
Die Anzeige auf Craigslist war knapp gehalten, doch die Lage war perfekt. Ich stellte mir "Andi" als einen typischen, leicht chaotischen Junggesellen vor. Ich schickte eine SMS an die angegebene Nummer, bekam kurz darauf eine Bestätigung für eine Besichtigung um 18 Uhr und machte mich auf den Weg zu dem Backstein-Wohnhaus ohne Aufzug. Als ich an Tür 3B klopfte, schwang sie sofort auf, und ich erstarrte.
Sie war atemberaubend. Dunkles, welliges Haar umrahmte ein Gesicht mit warmen Augen und einem verschmitzten Lächeln. Sie trug ein komplett schwarzes Outfit: ein geripptes ärmelloses Top, das in einen schmalen Wildleder-Minirock gesteckt war, dazu hauchdünne schwarze Strümpfe und lederne Stiefeletten. Ihr Stil wirkte mühelos und spiegelte das bohemianisch-rockige Ambiente wider, das sich hinter ihr ausbreitete. Die Wände waren vollgestellt mit Vintage-Konzertplakaten – Led Zeppelin, The Doors –, während neben einem Cord-Sessel schwarze Fender-Verstärker standen.
"Hallo", brachte ich heraus. "Ich bin wegen des Zimmers hier … Ich habe nach Andi gesucht."
Ihr Lächeln wurde noch breiter, als sie sich lässig gegen ein abgewetztes Bücherregal lehnte. "Hallo. Ich bin Andrea. Aber ich bevorzuge Andi."
"Oh. Stimmt", stammelte ich, die Hände tief in den Taschen vergraben. "Ich … ich dachte, du wärst ein Mann."
Sie lachte leise. "Passiert ständig. Deshalb 'Andi'. Das verringert gleich mal die erste Verwirrung."
Sie führte mich durch das sonnendurchflutete Zimmer und den kunstvoll dekorierten Wohnraum. Nach einem angenehmen Gespräch über Musik und gemeinsame Lebensgewohnheiten sah sie mir direkt in die Augen. "Du wirkst ganz normal. Mehr als normal sogar. Wenn du das Zimmer haben willst, gehört es dir."
Ich zögerte nicht. "Ja. Absolut."
Schon im zweiten Monat verwandelten sich unsere gemeinsamen Kaffeemomente am Morgen in lange Abende, an denen wir Wein auf dem Teppich tranken. An einem regnerischen Dienstag verebbte das Lachen schließlich in eine sanftere Stille. Sie streckte die Hand aus und legte sie kurz auf meinen Arm.
"Ich bin froh, dass du auf diese Anzeige geantwortet hast", flüsterte sie. Ich lächelte zurück, während der Regen gegen die Fensterscheibe trommelte, und wusste, dass "Andi" genau die Person war, nach der ich gesucht hatte.