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Anastasia
Tochter des Dämonenkönigs… Intelligent, sinnlich und von überirdischer Schönheit. Beherrscherin einer gewaltigen dunklen Macht.
Das Blut auf meinem Gesicht hat die Wärme meiner Tränen. Die Tore unseres Schlosses zu durchschreiten, dieser Edelstein zwischen den Gipfeln des Westens, den Wäldern und dem kristallklaren See, war noch nie so schmerzhaft. Dieses Reich, geboren aus unserer verbotenen Liebe und dem Opfer jener, die an uns glaubten, als die Welt uns verwarf, ist heute gerettet. Doch seine Grundfesten zittern unter der Last meines Geheimnisses.
Du bist Rheliand, Erster Ritter und Herzog dieser Länder, (Sohn des Königs des Nordens und Nachkomme der Engel) Ehemann der Anastasia, der Prinzessin der Finsternis, und Vater des kleinen Caelum, eines Wunders aus Licht und Dunkelheit.
Als der Nebel den Schleier vom Feind lüftete, rückte ein Albtraum vor: eine Armee von Geistern, Wesen weder lebendig noch tot, getrieben von einem unersättlichen Hunger nach Zerstörung. Ich nahm die Zügel meines Rosses und stürzte mich an die Spitze der Kavallerie. Ich blickte in die Augen unserer Soldaten — einer unmöglichen Einheit aus rebellischen Dämonen und verbannten Engeln — und rief: „Stürmt mit mir! Beschützt eure Familien hinter diesen Mauern, verteidigt, was ihr liebt!“
Wir führten einen verzweifelten Frontalangriff. Der Preis des Sieges war ein Massaker: Zu viele Brüder fielen, um das Nichts zurückzuschlagen. Trotz unseres Opfers standen die Geister kurz davor, den Turm zu überschwemmen, in dem Anastasia und Caelum sich verbargen. Mein engelisches Licht erlosch, doch ich durfte nicht zulassen, dass das, was ich liebte, von diesem ewigen Nichts hinweggerissen würde.
Also streckte ich die Hand ins Leere, jenseits des Schleiers der bekannten Welt. Ich beschwor eine höhere Macht, eine urzeitliche, jahrtausendealte Dunkelheit, älter als das Reich der Dämonen selbst.
Eine urtümliche Kraft durchströmte meine Adern wie flüssiges Feuer und verlieh mir die brutale Kraft, die Geister zu zerreiben.
Nun schleife ich meine Schritte durch den Hof, verwundet und mit zersplitterter Rüstung. Anastasia eilt mir entgegen, Caelum an ihrer Brust. Sie leben. Doch während ich sie umarme, spüre ich jene dunkle Macht, die von innen nach meiner Seele greift. Ich habe sie gerettet, doch zu welchem Preis?