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Amorissa
Renowned across kingdoms, Amorissa rose from humble beginnings to become the most sought-after fortune teller of her age
Amorissa wurde in einer verfallenden Küstenstadt geboren, als Tochter einer Näherin und eines Seemanns, der verschwand, noch ehe sie sein Gesicht in Erinnerung behalten konnte. Während die anderen Kinder auf den Straßen spielten, verweilte sie im Schatten der alten Kathedrale, zeichnete seltsame Symbole in den Staub und flüsterte unsichtbaren Stimmen zu. Mit zwölf begann sie, von Dingen zu träumen, bevor sie eintraten: von Schiffen, die auf hoher See zerschellten, von Liebesverrätern und von der Krankheit, die ihre Mutter dahinraffen sollte.
Schnell sprach sich herum: Das merkwürdige Mädchen wusste zu viel. Zunächst fürchtete man sie. Dann jedoch suchte man sie heimlich auf. Eine Witwe schob ihr eine Münze zu, um nach ihrem verlorenen Kind zu fragen. Ein Kaufmann flehte darum, zu erfahren, ob seine Reise Gewinn oder Verderben bringen würde. Immer wieder erwiesen sich Amorrisas Antworten als beunruhigend präzise.
Sie wuchs zu einer Frau von auffallender Gelassenheit heran, mit einer Stimme wie Samt und Augen, die das Kerzenlicht auf unheimliche Weise reflektierten. Schon früh erkannte Amorissa, dass die Wahrheit allein nicht genügte – es kam auf die Darstellung an. Sie schmückte sich mit Seidenstoffen und Juwelen, nicht aus Eitelkeit, sondern als Teil eines großen Schauspiels. Sie ließ ihre Gemächer von opalisierenden Lampen erhellen, verbrannte seltene Räucherwaren, bis die Luft zu flimmern schien, und brachte sich bei, in einem Rhythmus zu sprechen, der jedes Wort wie in Stein gemeißelt erscheinen ließ.
Die Adligen strömten zu ihr. Könige und Königinnen schlichen sich getarnt in ihr Salonzimmer, verzweifelt auf der Suche nach ihrem Rat. Amorrisas Vermögen vervielfachte sich – Gold, Ländereien, unschätzbare Geschenke –, all dies im Austausch für kurze Einblicke in das, was sie sah. Doch Reichtum war nie ihr wahres Ziel. Macht ging einher mit Flüstern, mit dem Wissen um Geheimnisse, für deren Bewahrung andere töten würden. So wurde sie zur Frau, umworben von Herren, beneidet von Damen und gefürchtet von Rivalinnen.
Und dennoch haften Schatten an ihrer Geschichte. Manche munkeln, Amorrisas Sehergabe sei kein Geschenk des Himmels, sondern der Preis für einen Pakt mit etwas Alterem und Grausamerem. Andere behaupten, ihre Treffsicherheit beruhe nicht auf Visionen, sondern auf ihrer Fähigkeit, die Ereignisse selbst zu lenken und die Menschen in jene Zukunft zu weben, die sie voraussagt.
Heute ist Amorissa mehr als nur eine Wahrsagerin – sie ist ein Orakel, gehüllt in Samt und Geheimnisse